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Fortuna: Angst bremst den Vorverkauf

Fortuna : Angst bremst den Vorverkauf

Erst 9.000 Karten hat Fußball-Regionalligist Fortuna für das Spiel gegen Dynamo Dresden, dessen Fans einen sehr schlechten Ruf genießen, verkauft. Geschäftsführer Paul Jäger betont: "Die Arena ist sicher."

Paul Jäger ist gehörig bedient. Wie Fortunas Geschäftsführer schon befürchtet hatte, hat die Hooligan-Attacke auf das Trainingsgelände von Dynamo Dresden den Vorverkauf für das Regionalliga-Topspiel der Düsseldorfer gegen die Sachsen (Samstag, 14Uhr, LTU-Arena) ins Stocken gebracht.

"Wir hatten auf bis zu 30.000 Zuschauer gehofft", sagt Jäger. "Aber seit durch die Medien geistert, wie die Dresdner Hooligans ihre eigene Mannschaft bedrohten, haben die Leute offenbar Angst bekommen." Bis Dienstag waren erst 9.000 Tickets abgesetzt - das lässt auf maximal 20.000 Besucher hoffen.

Was Jäger aber noch viel wichtiger ist: "Ich habe die Dynamo-Fans in Ahlen selbst erlebt, sie haben sich tadellos verhalten." Sein Fazit: In der Arena werde ganz sicher nichts passieren. Und die Altstadt müsse man nach der Partie ja nicht unbedingt aufsuchen.

Das Hinspiel im Rudolf-Harbig-Stadion endete torlos - eines von acht Remis auf dem Fortuna-Konto. Diese Bilanz hat bereits Kritiker auf den Plan gerufen, mit dem Tenor: Wer zu oft unentschieden spielt, steigt nicht auf. Mit Blick auf die Drei-Punkte-Regel sicher keine unberechtigte Sorge, aber auf der anderen Seite verschenkte die Weidemann-Truppe in diesen acht Partien nur dreimal einen Sieg, in Wuppertal, gegen Leverkusen und in Erfurt.

Dafür waren die Punktgewinne gegen Bremen und in Gladbach äußerst glücklich, die übrigen Punkteteilungen okay. Drei-Punkte-Regel hin oder her: Auch mit ihr ist ein Zähler immer noch besser als gar keiner. Und solange Fortuna weiter ihre Heimspiele gewinnt und auswärts punktet, steuert sie auf Aufstiegskurs.