Regionalliga-Fußball: Fortuna II muss sich steigern

Fortuna : Fortuna II muss sich steigern

Am Sonntag spielt die Mannschaft von Trainer Michaty gegen Fortuna Köln.

(td) Am Mittwochabend hat Nico Michaty einen Ausflug gemacht. In beruflicher Mission, also dürfte der Vergnügungsgrad nicht allzu hoch gewesen sein. Das Ziel: Mönchengladbach, Grenzlandstadion. Dort hat der Trainer von Fortunas Regionalliga-Fußballern wachsam verfolgt, wie sich Fortuna Köln in der Begegnung mit Borussias Zweitvertretung schlägt. Denn am Sonntag (14 Uhr, Paul-Janes-Stadion) empfangen die Flingerner ihre Namenscousine aus der Domstadt. Letztlich erwies sich die Leistung der Kölner unter der Woche immerhin als so gut, dass sie sich mit 2:0 gegen die Fohlen durchsetzten.

Unabhängig vom Ergebnis hat sich Michatys Tour an den Niederrhein gelohnt – zunächst einmal. Über den wirklichen Erfolg der Mission entscheidet erst das Ergebnis der kommenden Partie selbst. Jedenfalls hat der Coach für seinen Teil die Hausaufgaben erledigt und wichtige Erkenntnisse gewonnen. „Köln spielt strukturiert aus einer kompakten Defensive heraus“, sagt der 46-Jährige. „Und wenn sie den Ball gewinnen, schalten sie schnell um.“ Das ist ein handelsübliches Konzept, um sich im Angriffsspiel effektiv zu entfalten, ohne große Risiken in der Defensive einzugehen.

Doch der Drittliga-Absteiger kann sich noch darüber hinaus auf die Dienste von Ex-Profi Roman Prokoph verlassen, der bislang in neun Partien schon vier Mal getroffen hat. „Das ist ein echter Torjäger, der auch gefährlich in der Luft ist“, erläutert Michaty. Genau da hatte seine Mannschaft zuletzt arge Probleme, ebenso wie beim Verwerten eigener Chancen. „Ich habe es mehrfach schon gesagt“, betont der Coach, „wir müssen in den letzten beiden Dritteln des Feldes bewusster werden.“ Während die „Zwote“ defensiv unabdingbar konsequenter agieren muss, ist auf der Gegenseite mehr Kaltschnäuzigkeit vonnöten.

Nun erscheint es als gerecht, der jungen Truppe ihre Unerfahrenheit zuzugestehen. Doch an der Seite von erfahrenen Haudegen wie Offensivakteur Kevin Hagemann, der vor Wochenfrist gegen Gladbach einen guten Eindruck hinterlassen hat, und Kapitän Leander Goralski in der Defensive können die Nachwuchskräfte nicht umhin, an ihren Aufgaben zu wachsen. „Das erfordert aber Zeit“, sagt Michaty. Dennoch: Je schneller dieser Prozess voranschreitet, desto schneller steigen die Aussichten auf nachhaltigen Erfolg. Kurzfristig wäre schon etwas Zählbares gegen die Kölner wichtig.

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