Lokalsport: Fortuna II: Vier Gründe für den Aufwind

Lokalsport: Fortuna II: Vier Gründe für den Aufwind

Die zweite Fußball-Mannschaft der Flingerner hat sich vom Abstiegskandidaten zum Spitzenteam der Regionalliga gewandelt. Morgen (14.30 Uhr) bei der SSVg Velbert will das Aksoy-Team diese These bestätigen.

Bei der Fortuna herrscht derzeit verkehrte Welt. Während bei den Profis der Haussegen mächtig schief hängt, eilt die Zweitvertretung des Düsseldorfer Traditionsvereins in der Fußball-Regionalliga West momentan von Erfolg zu Erfolg.

Acht ungeschlagene Spiele in Folge, verbunden mit dem fünften Tabellenplatz, spiegeln die wundersame Wandlung der "Zwoten" vom Abstiegskandidaten hin zum ernstzunehmenden Konkurrenten. Selbst Eric van der Luer, Trainer beim jüngsten Kontrahenten KFC Uerdingen, bescheinigte der "kleinen" Fortuna zuletzt, dass sie bisher die stärkste Zweitvertretung gewesen sei, gegen die sein Team gespielt habe. Wie konnte es zu diesem Wandel kommen? Wir nennen vor dem morgigen Spiel bei der SSVg Velbert (14.30 Uhr, Christopeit Sport Arena) vier Gründe.

1. Heimstärke Noch in der vergangenen Spielzeit schien das Paul-Janes-Stadion verflucht gewesen zu sein. Lediglich vier Siege in 19 Partien gelangen den Flingernern am heimischen Flinger Broich. Nur ein paar Monate später sind es nach acht Begegnungen bereits fünf Heimerfolge.

2. Starker Nachwuchs In der Sommerpause entschieden sich die Verantwortlichen erneut für einen großen Personalschnitt und gaben vermehrt dem eigenen Nachwuchs eine Chance. Gleich neun Spieler wurden aus der eigenen U19 hochgezogen — mit Erfolg. Denn der Großteil von ihnen, wie beispielsweise Samuel Piette, Robin Urban oder Mergim Fejzullahu, sind entweder Leistungsträger oder gehören schon dem erweiterten Profikader (Ihlas Bebou, Muhammet Karpuz, Robin Heller) an.

3. Taktische Flexibilität Ob 4-3-2-1, 4-1-4-1 oder 4-4-2, die "Zwote" findet sich in jeglicher Formation zurecht. "Das System ist nicht wichtig, sondern vielmehr, dass wir aggressiv verteidigen und den Gegner zu Ballverlusten zwingen" — so skizziert Trainer Taskin Aksoy seine Vorstellung. Vor allem über die Flügel sind die Düsseldorfer dank ihrer schnellen und technisch versierten Spieler brandgefährlich.

4. Profileihgaben In der Vorsaison wirkten die meisten Spieler der ersten Mannschaft noch wie Fremdkörper im Spiel der Rot-Weißen. Doch in diesem Jahr ist alles anders: Egal ob der Österreicher Christian Gartner, der bereits auf fünf Torvorlagen kommt, oder Abwehrspieler Leon Balogun — sie alle nutzen die Bühne Regionalliga, um sich die nötige Spielpraxis für höhere Aufgaben zu holen.

(RP)
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