Fortuna II gehen die Innenverteidiger aus

Kwadwo und Goralski fehlen : Fortuna II gehen die Innenverteidiger aus

Leroy Kwadwo ist verletzt, Leander Goralski gesperrt. Deshalb müssen in Rödinghausen vermutlich Moritz Montag und Michel Stöcker ran.

Die Nachspielzeit ist beinahe abgelaufen. Und unter dem Einsatz sämtlicher Kräfte verteidigen die Regionalliga-Fußballer der Fortuna erfolgreich die knappe 3:2-Führung gegen den Bonner SC. So auch Leander Goralski – in seinem Fall aber mit weitreichenden Konsequenzen. Nachdem der Innenverteidiger sich den Ball per Kopf etwas zu weit vorgelegt hat, packt er an der Seitenlinie die Grätsche aus und holt Cedrik Mvondo unsanft von den Beinen. Gelbe Karte, so weit, so gut, so vertretbar. Doch weil sich ihm anschließend Suheyel Najar in den Weg stellt und aufgrund einer kleinen Berührung theatralisch zu Boden geht, sieht Goralski innerhalb dieser einen Aktion die Ampelkarte.

Logische Folge: eine Sperre von einem Spiel. Das reißt eine neue Baustelle auf. Denn Leroy Kwadwo fällt bekanntlich bis zum Saisonende aus, Goralski muss notgedrungen zuschauen – und so tritt die „Zwote“ am Samstag (14 Uhr, Häcker Wiehenstadion) ohne gelernten Innenverteidiger beim SV Rödinghausen an. Auch wenn Moritz Montag schon seit einigen Partien im Zentrum der Viererkette aushilft, ist er etatmäßig auf der rechten Außenbahn beheimatet. Nun wird er noch ein wenig mehr Verantwortung übernehmen. „Das muss man als Innenverteidiger aber immer“, revidiert der 21-Jährige. „Man hat das ganze Feld vor sich, hat den Überblick und muss die ganze Mannschaft einfach führen.“

Den Part neben ihm wird aller Voraussicht nach Michel Stöcker übernehmen, der zuletzt an einer Stressfraktur laborierte. Diese Rolle hat der 19-Jährige in der laufenden Spielzeit auch schon das ein oder andere Mal ausgefüllt, nur eben noch nicht an der Seite von Teamkamerad Montag. Zugute kommt den Flingernern in jedem Fall, dass sie selbst beim Tabellen-Dritten in Rödinghausen nichts zu verlieren haben. Auch dank des Erfolges gegen Bonn, der den Weg zum Klassenerhalt weiter geebnet hat.

Deshalb ist es nicht sonderlich tragisch, dass die Vorzeichen durchaus besser sein könnten. Einerseits ist die Personallage weiterhin sehr angespannt: Auch Kianz Froese fällt wegen einer Gehirnerschütterung aus. Andererseits hat die „Zwote“ bislang jedes Auswärtsspiel im Häcker Wiehenstadion verloren. Die Vergangenheit interessiert Trainer Nico Michaty jedoch nicht. „Mit dieser Statistik kann ich nichts anfangen“, konstatiert er. „Ich beschäftige mich mit der aktuellen Mannschaft des Gegners, und die ist sehr routiniert und geordnet. Für uns wird es eine riesige Herausforderung, wir müssen über uns hinauswachsen.“ Und das ohne Kapitän und Führungsspieler Leander Goralski.

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