Fortuna II: Erst die Arbeit, dann die Sauna

Trainingslager in Oldenburg : Erst die Arbeit, dann die Sauna

Fortuna II hat ihr Testspiel gegen Rehden mit 1:3 verloren. Nach einem harten Programm durften die Spieler am Sonntagnachmittag verschnaufen.

Besondere körpersprachliche Deutungsfähigkeiten waren nicht vonnöten, um die Erschöpfung zu erkennen. Als die Tortur ein Ende hatte, fiel der Großteil der Akteure zu Boden, legte sich auf den Rasen oder stützte sich im Sitzen mit den Armen ab. Verdenken mochte man das niemandem, denn soeben hatten Fortunas Regionalliga-Fußballer im Trainingslager in Oldenburg den ungeliebten Kraftzirkel hinter sich gebracht.

Der neue Fitnesstrainer Engin Cicem wartete mit einem Parcours auf, der von einem vergnüglichen Workout weit entfernt war. Ebenso wenig wie der Medizinball durfte beispielsweise ein mit Gewichten beschwerter Schlitten fehlen. Umso größer war die Freude über den anschließenden freien Nachmittag, der ganz im Zeichen der Entspannung und Regeneration stand. „Die Jungs konnten in den Kraftraum gehen oder in die Sauna“, berichtete Coach Michaty, der mit der Arbeit seines Teams sehr zufrieden ist: „Es ziehen alle sehr gut mit, auch wenn die Müdigkeit jetzt natürlich da ist.“

Schon am Samstag waren der „Zwoten“ die kräftezehrenden Tage im Norden – am Dienstag geht es wieder zurück – ein wenig anzumerken. Obwohl das morgendliche Trainingspensum mit dem weisen Blick auf das Testspiel gegen den BSV Schwarz-Weiß Rehden nicht ganz so intensiv ausfiel wie üblich, unterlagen die Flingerner dem Nord-Regionalligisten mit 1:3. Trotzdem hat Michaty einige Erkenntnisse gewonnen. „Zunächst einmal war es ein guter, intensiver Test“, urteilte der 45-Jährige. „Wir können mitnehmen, dass wir an der Effektivität arbeiten und im letzten Drittel konsequenter sein müssen.“

Erstmals im Fortuna-Dress liefen gegen Rehden Max Wegner, der jüngste Zugang, sowie Marc-André Jürgen und Tim Oberdorf auf, die am vergangenen Wochenende das Aufeinandertreffen mit dem VfB Hilden (4:1) noch verpasst hatten. Oberdorf agierte erst im defensiven Mittelfeld, bevor er in die Innenverteidigung wechselte – und verrichtete seine Arbeit solide. „Man konnte merken, dass er schon drei Jahre im Senioren-Bereich hinter sich hat“, erklärte Michaty. Für Jürgen war es indes die erste Partie nach dem Ende seiner Junioren-Zeit. „Auch er und Max haben einen guten Eindruck hinterlassen“, sagte der Coach.

Bis zur Abreise geht das straffe Programm nun nahtlos weiter. Am Montag stehen inklusive der Laufrunde erneut drei Einheiten an, bevor der Tross nach dem Training am Dienstagvormittag wieder die Heimat anvisiert und abends noch bei Rot-Weiss Ahlen gastiert.

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