1:2-Niederlage in Siegen: Fortuna II enttäuscht beim Vorletzten

1:2-Niederlage in Siegen : Fortuna II enttäuscht beim Vorletzten

Der Fußball-Regionalligist Fortuna II verliert verdient gegen den 1. FC Kaan-Marienborn mit 1:2.

Nico Michaty hatte die ersten Warnrufe schon vor etwa zwei Wochen ausgesendet. Mantraartig sagte der Trainer von Fortunas Regionalliga-Fußballern einen Satz immer wieder auf. „Mit dem 1. FC Kaan-Marienborn ist noch zu rechnen“, lautete er sinngemäß. Auch die Begründung für diese Annahme blieb er nicht schuldig: „Sie haben in Oberhausen ganz spät den entscheidenden Gegentreffer kassiert und gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund sogar gewonnen.“ Und der 45-Jährige hat Recht behalten. Die mahnenden Worte des Fußballlehrers schienen in den Köpfen seiner Schützlinge nicht angekommen zu sein, denn auch die „Zwote“ unterlag dem Siegener Stadtteilklub – verdient mit 1:2.

Wie begossene Pudel trotteten die Flingerner nach dem Schlusspfiff deshalb vom Feld. Die Niederlage hatten sie sich selbst zuzuschreiben. Was auch immer der Grund gewesen sein mag: Der Eindruck, dass einige Akteure nicht auch noch die letzten Kräfte mobilisierten, ließ sich kaum kaschieren. Lediglich Torwart Jannick Theißen, der nach der Genesung von Profi-Ersatzkeeper Jaroslav Drobny wieder in der Michaty-Elf auflief, sowie Moritz Montag, Kapitän Leander Goralski und Nick Galle warfen alles in die Waagschale.

Dass in der Offensive – wie bereits in der Vorwoche gegen den Wuppertaler SV (0:3) – wenig zusammenlief, lag auch daran, dass die Siegener mit vergleichsweise einfachen Mitteln die Angriffsbemühungen zumeist im Keim erstickten. „Wir haben es nicht geschafft, unsere Qualität auf den Platz zu bringen. Kaan war galliger, aggressiver und hat es so geschafft, uns aus dem Spiel zu nehmen“, bestätigte Coach Michaty und erkannte gewohnt fair an: „Es war ein absolut verdienter Sieg.“

Dabei lief der Start in die Begegnung wie gemalt. Nach nur zwei Minuten wurschtelte Amir Falahen den Ball irgendwie zur Führung ins Tor, die gewünschte Wirkung zog dieser Treffer jedoch nicht nach sich. „Das hätte unseren Aktionen Selbstvertrauen geben können, war aber leider nicht der Fall“, haderte Michaty. Stattdessen gelang ausgerechnet dem Ex-Fortunen Jannik Schneider der Ausgleichstreffer, der wahrlich seine Berechtigung hatte. „Danach ist der Gegner besser ins Spiel gekommen, und zur Pause war das Unentschieden für uns schon schmeichelhaft“, analysierte der Trainer.

Auch nach dem zweiten Gegentor, das Mehmet Alp Kurt nach einem zumindest umstrittenen Foulelfmeter erzielt hatte, verblieb die „Zwote“ im Schlummermodus und wurde erst in den letzten zehn Minuten so richtig wach. Kianz Froese und Joshua Endres vergaben jedoch zwei aussichtsreiche Ausgleichschancen. So blieb es trotz sämtlicher Warnungen bei der Niederlage.

Mehr von RP ONLINE