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Am 21. März 1979 zog der Klub ins Halbfinale des Europacups der Pokalsieger ein

Kalenderblatt 21. März : Als Fortuna in Genf den Grundstein für den Europacup in Basel legte

Jeder Fortuna-Fan weiß, dass die Düsseldorfer 1979 im Europapokal-Finale von Basel gegen den FC Barcelona spielten. Den Weg ins Endspiel kennen da schon viel weniger Anhänger. Teil drei unserer Kalenderblatt-Reihe.

Servette Genf – mit diesem Namen verbinden Düsseldorfer Sportfans in jüngerer Vergangenheit eher Eishockey. Schließlich war der Schweizer Traditionsverein im Sommer 2019 einer der Vorbereitungsgegner der DEG, und mit dem glanzvollen 5:0-Erfolg zum Ausklang der Testspielserie in der Schweiz ließ der achtmalige Deutsche Eishockey-Meister mächtig aufhorchen und weckte viele Hoffnungen auf eine dann tatsächlich sehr gelungene Saison. Doch Servette spielte auch einmal eine bedeutende Rolle für den Düsseldorfer Fußball – und dieser widmet sich der dritte Teil unserer Kalenderblatt-Reihe mit der Fortuna.

Es war der 21. März 1979, also vor auf den Tag genau 41 Jahren, als der Schweizer Pokalsieger die seinerzeit von Hans-Dieter Tippenhauer trainierte Mannschaft zum Viertelfinal-Rückspiel des Europapokals der Pokalsieger erwartete. Zur Erinnerung: Fortuna hatte den DFB-Pokal seinerzeit gar nicht gewonnen, sich aber dennoch für den internationalen Wettbewerb qualifiziert. Der 1. FC Köln, gegen den die Düsseldorfer das Pokalfinale 0:2 verloren hatten, war auch Deutscher Meister geworden und spielte folglich im Europapokal der Landesmeister, Fortuna rückte bei den Cupsiegern nach.

Im Europacup 1978/79 starteten die Rot-Weißen in Rumänien und räumten Universitatea Craiova mit 4:3 und 1:1 aus dem Feld. In Runde zwei folgten ein 3:0 und 0:2 gegen den FC Aberdeen aus Schottland, ehe sie das Los mit Servette Genf zusammenführte. Das Team aus der französischsprachigen Schweiz hatte im Juni den Landespokal im Wiederholungsspiel (2:2 und dann 1:0) gegen den Grasshopper Club Zürich gewonnen und sich europäisch gegen PAOK Saloniki und AS Nancy durchgesetzt.

Nun also die Runde der letzten acht, in der sich Fortuna gegen die Genfer zunächst mit einem tristen 0:0 vor gerade einmal 9000 Zuschauern im Rheinstadion zufriedengeben musste. Somit war vor dem Rückspiel am Genfer See klar, dass Fortuna ein Sieg oder aufgrund der Auswärtstorregel ein Unentschieden genügen würden, sofern Treffer fielen – und das war bereits nach 150 Sekunden der Fall. Rudi Bommer, damals ein Nachwuchsspieler von gerade 21 Jahren, brachte Fortuna bei Servette in Führung. In der 80. Minute gelang Claude Andrey der verdiente Ausgleich, und in der Folge hing der Düsseldorfer Erfolg am seidenen Faden. Der „Kicker“ schrieb: „In der Schlussphase spielten sich im Düsseldorfer Strafraum die tollsten Szenen ab, doch mit Geschick und Glück überstanden die Fortunen auch den verzweifelten Schlussangriff von Servette.“

Es blieb nicht zuletzt dank der überragenden Torhüterleistung von Jörg Daniel beim 1:1. Tippenhauers Truppe zog für das Habfinale das Los Banik Ostrau – der Weg nach Basel war bereitet.