Fortuna: Allagui hat Lust auf Fortuna

Fortuna: Allagui hat Lust auf Fortuna

Schade aus Düsseldorfer Sicht, dass Torjäger Sami Allagui bei Greuther Fürth noch ein Jahr unter Vertrag steht. Beim 0:0 am Freitagabend bewies der Ur-Fortune auch ohne Treffer, dass er eine Verstärkung für den Klub seines Herzens wäre.

Schade aus Düsseldorfer Sicht, dass Torjäger Sami Allagui bei Greuther Fürth noch ein Jahr unter Vertrag steht. Beim 0:0 am Freitagabend bewies der Ur-Fortune auch ohne Treffer, dass er eine Verstärkung für den Klub seines Herzens wäre.

Es war der Abend des Sami Allagui ­ und dann doch wieder nicht. Seit Wochen schon hatten er und seine Familie sich auf das Spiel bei Fortuna gefreut, und der gebürtige Düsseldorfer im Trikot der Spielvereinigung Greuther Fürth nutzte es auch zu einer starken Vorstellung.

Die Krönung aber blieb aus: Allagui, der das Fußballspielen beim BV Büderich (dem Vorgängerklub des heutigen Bezirksligisten FCB) lernte und dann in die Fortuna-Jugend wechselte, scheiterte beim 0:0 am Freitag mit drei guten Chancen. Einmal hielt Keeper Michael Ratajczak glänzend, dann schoss der 23-Jährige nach einem starken Solo knapp vorbei, schließlich stand Jens Langeneke einem vielversprechenden Kopfball Allaguis im Weg.

Vater Leggi, Gastronom auf der Königsallee, kam das Pech seines Sohnes ausnahmsweise gar nicht ungelegen. Vor dem Spiel hatte er zwar einen anderen Wunsch geäußert: "Sami macht drei Tore, Fortuna aber vier.” Doch da die Rot-Weißen diesmal ganz leer ausgingen, hätte jeder Treffer von Allagui junior den großen Fortuna-Fan Leggi mitten ins Herz getroffen.

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Gut möglich, dass Allagui senior sich fußballerisch irgendwann nicht mehr zweiteilen muss. Ob er angesichts der Stimmung in der Arena nicht Lust auf eine Rückkehr zu Fortuna bekomme, wurde Sami gefragt. "Klar macht das Lust”, gab der Stürmer zu. "Das ist meine Heimat hier.” Er habe ja auch schon mehrfach gesagt, irgendwann wieder für Fortuna spielen zu wollen. "Aber es gibt noch nichts Konkretes. Ich habe auch noch ein Jahr Vertrag in Fürth, mache mir also erstmal keine Gedanken.”

Allagui aus seinem Kontrakt herauszukaufen, können die Düsseldorfer sich ohne fremde Hilfe nicht leisten. Ein Leihgeschäft kommt nicht in Frage, da kein Klub einen Spieler verleiht, den er dann ein Jahr später ablösefrei abgeben müsste. Schade eigentlich, denn der Deutsch-Tunesier wäre genau der richtige Mann, um die Lücke zu schließen, falls Martin Harnik Fortuna verlassen sollte.

Wenigstens verpasste der österreichische Nationalstürmer es bei seinen großen Chancen, sich noch teurer und seinen Abschied damit noch wahrscheinlicher zu machen. Hätte er in einer dieser Szenen quer zum freistehenden Patrick Zoundi abgespielt, hätte Fortuna mit einiger Sicherheit 1:0 gewonnen. Trainer Norbert Meier wollte sich "das noch einmal im Fernsehen anschauen und dann intern besprechen”. Manager Wolf Werner war da mit seiner Kritik an Harnik schon etwas externer geworden. Richtig böse war aber niemand ­ ein Fortuna-Sieg wäre schließlich recht glücklich gewesen.

(RP)