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2. Bundesliga: Fortuna Düsseldorf verliert mit 1:2 gegen den SC Paderborn

Bittere Niederlage in Paderborn : Fortuna verspielt Platz drei in zwei Minuten

Fortuna Düsseldorf hat im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Gegen den SC Paderborn verlor die Elf von Trainer Uwe Rösler trotz Führung noch mit 1:2.

Es war ein Samstag, der war geschrieben für Heiterkeit und Freude. Der Himmel erstrahlte in Blau, die Sonne schien – und Fortuna konnte in der Tabelle der Zweiten Liga auf Rang drei springen. Für die Düsseldorfer war diese Gelegenheit in dieser Saison alles andere als gewöhnlich. Nur nach dem Sieg in Aue stand Fortuna ähnlich gut da. Um die Euphorie im Umfeld auf den Zenit zu treiben, bedurfte es natürlich eines Sieges in Paderborn. Dieses Unterfangen ging gegen die Mannen von Trainer Steffen Baumgart schlussendlich aber nicht auf.

Um der hohen Belastung während der Englischen Woche entgegenzutreten, nahm Fortunas Trainer Uwe Rösler zwei Änderungen an seiner Startelf vor. Für Kapitän Adam Bodzek kam Jakub Piotrowski in die Partie und für Felix Klaus startete recht überraschend Brandon Borrello, von dem sich Rösler mehr offensive Pressingaktionen versprach.

Überhaupt nicht überraschend starteten die Ostwestfalen mit viel Druck und permanentem Anlaufen in die Begegnung. Besonders in den ersten Minuten hatte die Düsseldorfer Defensive immer wieder Probleme mit den flinken Flügelspielern Chadrac Akolo und Christopher Antwi-Adjei. Paderborn verzeichnete zwar viele Abschlüsse, so richtig gefährlich wurde es für das Tor von Florian Kastenmeier aber höchst selten. Anders auf der anderen Seite: Dort zittere kurz vor Halbzeitpfiff kräftig die Latte. Nach einer Maßflanke von Kristoffer Peterson köpfte Stürmer Dawid Kownacki den Ball vollkommen freistehend an den Paderborner Querbalken (43.).

Der Pole war es auch, der zu Beginn der zweiten Hälfte die Hauptrolle spielte: Er scheiterte freistehend an Torwart Jannik Huth. Der Linienrichter zeigte zwar eine Abseitsposition ein, diese wäre aber wohl vom VAR einkassiert worden. Jener Videoassistent war es dann auch, der einen Treffer durch Peterson nach langer Überprüfung noch einmal von Schiedsrichter Arne Aarnink checken ließ (53.). Dieser wertete Kownacki im Vorfeld des Tores schließlich aktiv im Abseits – kein Tor.

Elf Minuten später blieb dann aber auch der Keller in Köln still. Kownacki legte nach einem tollen Zuspiel des eingewechselten Felix Klaus auf den ebenfalls eingewechselten Rouwen Hennings quer und der Routinier blieb eiskalt und schob lässig ein (64.). Zu diesem Zeitpunkt stand Fortuna in der Blitztabelle auf Platz drei.

Doch Paderborn ließ sich nicht beirren – und schlug in Person von Kai Pröger zurück (71.). Der 28-Jährige zirkelte einen Freistoß an der Mauer vorbei ins Düsseldorfer Tor. Marcel Sobottka fälschte den Ball noch ab. Nur zwei Minuten später dann der nächste Schock: Chris Führlich marschierte links bis zur Grundlinie durch und bediente in der Mitte den spät einlaufenden Dennis Srbeny, der nur noch einschieben musste. Von diesem Doppelschlag erholte sich Fortuna nicht mehr.

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Die Englische Woche endet also mit einem herben Rückschlag im Kampf um den Aufstieg. Ob es überhaupt noch ein Fünkchen Hoffnung gibt, wird nun vor allem auf anderen Plätzen entschieden. Anders als viele andere Teams in der Zweiten Liga haben die Düsseldorfer aber keine zweiwöchige Schaffenspause. Am übernächsten Montag (3. April) empfängt Fortuna den Karlsruher SC zum Nachholspiel des 28. Spieltags.

Statistik:

Paderborn: Huth - Dörfler, Nkaka, Schonlau, Collins - Schallenberg, Thalhammer (69. Michel) - Justvan (59. Ingelsson) - Akolo (69. Pröger), Srbeny (86. Owusu), Antwi-Adjei (59. Führich). - Trainer: Baumgart

Düsseldorf: Kastenmeier - Matthias Zimmermann, Danso, Krajnc, Koutris (65. Hartherz) - Sobottka - Piotrowski (46. Hennings), Prib (78. Appelkamp) - Borrello (57. Klaus), Peterson (66. Iyoha) - Kownacki. - Trainer: Rösler

Schiedsrichter: Arne Aarnink (Nordhorn)

Tore: 0:1 Hennings (64.), 1:1 Pröger (71.) 2:1 Srbeny (73.)

Zuschauer: keine

Beste Spieler: Nkaka, Schallenberg - Sobottka, Hennings

Gelbe Karten: Antwi-Adjei (3), Nkaka, Owusu (3) -

Torschüsse: 16:14

Ecken: 3:11

Ballbesitz: 56:44 %

Zweikämpfe: 132:122

Hier geht es zur Bilderstrecke: Diese Noten haben wir den Fortunen gegeben