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2. Bundesliga: Fortuna Düsseldorf gewinnt zum Saisonauftakt mit 2:0 beim SV Sandhausen

2:0-Sieg in Sandhausen : Hennings versüßt Preußers Pflichtspiel-Debüt

Fortuna hat die Pflichtspiel-Premiere von Trainer Christian Preußer siegreich gestaltet. Beim Saisonauftakt gegen den SV Sandhausen gewannen die Düsseldorfer mit 2:0. Rouwen Hennings avancierte zum Spieler des Spiels.

Nahezu idyllisch kommt das Stadion am Hardtwald in Sandhausen zwischen den Großstädten in Baden-Württemberg daher. Auf dem Platz wollte sich die Elf von Fortuna davon indes nicht blenden lassen. Trainer Christian Preußer warnte bereits im Vorfeld davor, dass seine Spieler die kampfbetonte Gangart der Gastgeber annehmen müssen.

Personell bot die Startelf der Düsseldorfer keine Überraschung. Preußer bot die elf Spieler auf, die auch im letzten Testspiel gegen Leuven auf dem Feld standen. Dragos Nedelcu war also der einzige Zugang, den es direkt in die Anfangsformation spülte und die 3454 Zuschauer in Sandhausen live und in Farbe sehen konnten.

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Und die ersten zehn Minuten waren auch genau das, was Preußer sich von seiner Mannschaft erwartet hatte: Frühes Angreifen, Aggressivität, Spielwitz. Das war gut. Was nicht so gut war: Diese Komponenten konnte Fortuna in der ersten Halbzeit nur in den ersten 15 Minuten zeigen. In diesen erarbeiteten sich die Düsseldorfer zwei gute Gelegenheiten, die beste direkt nach drei Zeigerumdrehungen als Christoph Klarer mit einem Kopfball an Torhüter Patrick Drewes scheiterte.

Anschließend wurden die Sandhäuser aber mutiger und konnten sich mit der Zeit aus dem Druckgebilde der Gäste immer besser befreien. So ging es für den SVS bevorzugt über die Flügel. Das Problem bei Fortuna: Die Abstände zwischen den Verteidigern (Zimmermann und Koutris) und den Angreifern (Klaus und Peterson) waren zu groß, sodass Sandhausen in einer Fünferkette und hoch stehenden Flügelspielern immer wieder in die gefährlichen Räume stoßen konnte.

Die beste Gelegenheit der ersten Hälfte hatte folgerichtig der Gastgeber: Pascal Testroet traf nach einem schnell ausgeführten Freistoß die Latte (44.), in dessen Folge Keeper Florian Kastenmeier Fairplay bewies und einen Eckball zugab, obwohl Schiedsrichter Thorben Siewer bereits auf Abstoß entschieden hatte.

Einen Schreckmoment bot die erste Hälfte auch noch: Felix Klaus stieß mit Oumar Diakhite – oder besser gesagt: mit dessen Schulter – zusammen und musste minutenlang auf dem Rasen behandelt werden. Für den sichtlich benommenen Klaus kam anschließend Nicklas Shipnoski in die Partie. Dass es für diese Aktion des Sandhäusers allerdings nicht mal einen Freistoß gab, war gelinde gesagt absurd.

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Der Beginn der zweiten Halbzeit war ein Spiegelbild der ersten. Ein großer Unterschied gab es allerdings: Dieses Mal belohnte sich Fortuna für gute erste 15 Minuten. Zweimal waren Edgar Prib, Shinta Appelkamp, Kristoffer Peterson und Rouwen Hennings in der Entstehung die Hauptprotagonisten. Prib eroberte jeweils den Ball, Appelkamp leitete auf Peterson weiter und Hennings traf schlussendlich in den Kasten der Gastgeber. In der 55. Minute traf der 35-jährige zur Führung, nur sieben Minuten später erhöhte er per Elfmeter, nachdem Appelkamp ein Foul von Diakhite im Strafraum zog.

Anschließend brachte Fortuna den Sieg sicher über die Runden. Damit konnte Preußer sein erstes Pflichtspiel an Fortunas Seitenlinie siegreich gestalten. Am kommenden Wochenende (Samstag, 20.30 Uhr) wird die Aufgabe für Fortuna sicher nicht leichter. Dann empfangen die Düsseldorfer Absteiger Werder Bremen in der heimischen Arena.

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