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Lotto Rheinland-Pfalz gewährt Darlehen: FCK erhält Millionen-Kredit

Lotto Rheinland-Pfalz gewährt Darlehen : FCK erhält Millionen-Kredit

Koblenz (rpo). Der 1. FC Kaiserslautern kann aufatmen. Der Verein erhält ein Darlehen in Höhe von fünf Millionen Euro. Allerdings sind damit auch die Transferrechte an Miroslav Klose verkauft.

Aufatmen beim 1. FC Kaiserslautern: Die Lotto Rheinland-Pfalz GmbH gewährt dem mit 17,8 Millionen Euro verschuldeten Fußball-Bundesligisten ein Darlehen in Höhe von fünf Millionen Euro und sichert dem Club damit kurzfristig das finanzielle Überleben. Mit dem Kredit erwirbt das Koblenzer Unternehmen die Rechte des Vereins an einem möglichen Transfererlös für Nationalspieler Miroslav Klose. "Lotto Rheinland-Pfalz hilft dem FCK in der schwierigsten Situation der Vereinsgeschichte", sagte der Notvorstand der Pfälzer, René C. Jäggi, am Dienstagabend, "dafür sind wir mehr als dankbar."

Der bis 2005 datierte Vertrag des 24 Jahre alten Nationalstürmers enthält eine Klausel, die es ihm erlaubt, den Verein vor Ablauf dieser Frist für eine Ablösesumme von fünf Millionen Euro zu verlassen. "Es geht darum, dass wir als rheinland-pfälzisches Unternehmen, dass nach dem Krieg aus dem Sport entstanden ist, dem sportlichen Aushängeschild unseres Bundeslandes finanziell unter die Arme greifen", sagte der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung des Lotto-Konzerns, Hermann Höfer. "Außerdem tragen wir dazu bei, dass Kaiserslautern seine Position als Austragungsort für die WM 2006 entscheidend festigen kann."

Das Unternehmen wolle dem Traditionsclub helfen und sei nicht daran interessiert, Einfluss auf die Zukunft des deutschen WM- Torjägers zu nehmen. Sollte Klose seinen Vertrag in Kaiserslautern erfüllen, so dass es nicht zu einem Transfererlös kommt, gäbe es eine für beide Seiten zufrieden stellende Absicherung. Für den Fall, dass die Rechte, zum Beispiel auf Grund einer Verletzung Kloses, an Wert verlieren, schließe der FCK eine Versicherung ab. Die Hilfe für den Verein werde nicht aus den Einsätzen der Lotto-Spieler finanziert, sondern komme aus Rücklagen des Unternehmens.

(RPO Archiv)