FC St. Pauli zeigt Solidarität mit Ex-Spieler Deniz Naki

Ex-Spieler droht lange Haftstrafe: FC St. Pauli solidarisiert sich mit Deniz Naki

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat mit beeindruckenden Aktionen seinen in der Türkei unter Anklage stehenden Ex-Spieler Deniz Naki unterstützt. Beim Testspiel gegen Werder Bremen (1:1) liefen alle Spieler unter Nakis Namen auf.

Der Stadionsprecher rief zudem am Donnerstagabend in der 38. Minute Naki als Torschützen zum zwischenzeitlichen 1:0 aus.

Auch einige Fans riefen daraufhin den Namen des 27-Jährigen, der von 2009 bis 2012 für den Club gespielt hatte. Der eigentliche Torschütze war Maurice Litka. Bei der Verkündung der Aufstellung hatte der Zweitligist vor dem Spiel via Twitter bereits jedem Spieler den Nachnamen Naki gegeben. Zudem hatten die Profis T-Shirts mit der Aufschrift "Für Deniz" getragen.

Solidarität! #fcsp #fcspsvw #naki pic.twitter.com/XGkhsEpm9k

  • Angebliche Propaganda : Naki scheitert mit Berufung gegen Zwölf-Spiele-Sperre

— FC St. Pauli (@fcstpauli) 6. Oktober 2016Die türkische Staatsanwaltschaft hat gegen Naki wegen Terrorpropaganda Anklage erhoben, ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass Naki in sieben Fällen auf Twitter und Facebook Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK gemacht habe, meldete die Nachrichtenagentur Dogan.

Start11
Philipp Naki
Marc Naki
Philipp Naki
Daniel Naki
Christopher Naki
Dennis Naki
Jeremy Naki
Cenk Sahin
Maurice Naki
MarvinNaki #fcspsvw

— FC St. Pauli (@fcstpauli) 6. Oktober 2016Der Prozess gegen Naki soll am 8. November in der südosttürkischen Stadt Diyarbakir stattfinden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Der Skandal-Jubel des Deniz Naki

(dpa)