Schalke-Boss Tönnies stärkt Heidel und Tedesco

Zuversicht bei Königsblau : Schalke-Boss Tönnies stärkt Heidel und Tedesco

Zuletzt war berichtet worden, das Verhältnis von Schalke-Boss Clemens Tönnies zu Manager Christian Heidel sei belastet. Tönnies dementiert das und sagt: Schalke wird wieder marschieren.

Aufsichtsratschef Clemens Tönnies sieht den FC Schalke 04 nach der schwachen Bundesliga-Hinrunde wieder im Aufwind. „Der Sieg gegen Wolfsburg hat uns gut getan. Ich sehe die Mannschaft auf dem richtigen Weg und wir werden wieder in der Tabelle steigen“, sagte der 62 Jahre alte Clubchef am Donnerstag bei der Präsentation der Stiftung Schalker Markt in der Glückaufkampfbahn im Gelsenkirchener Stadtteil Schalke-Nord. Derzeit liegen die Königsblauen auf Tabellenplatz zwölf.

Den sportlich Verantwortlichen, Sportvorstand Christian Heidel und Trainer Domenico Tedesco, schenkt Tönnies sein volles Vertrauen. „Wir stehen fast täglich in Kontakt. Ich bin über alles informiert. Christian Heidel und Domenico Tedesco sind bienenfleißig. Ich bin sicher, dass wir die Kurve kriegen. Wir marschieren wieder.“

Zuvor hatte Tönnies in den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“ bereits erklärt, dass sein „persönliches freundschaftliches Verhältnis“ zu Heidel „völlig intakt“ sei. „Anderslautende Spekulationen gehen vollkommen an der Realität vorbei.“

Als Gründer der Stiftung Schalker Markt, zu dessen öffentlicher Präsentation auch Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski und Regierungspräsidentin Dorothee Feller kamen, hat Tönnies eine „siebenstellige Summe“ als Grundkapital eingebracht.

Ziel der Stiftung ist es, die nach dem Zechensterben und dem Ende des Steinkohlebergbaus besonders benachteiligten Stadtteile Schalke und Schalke-Nord - der Geburtsort des Fußball-Traditionsclubs - wiederzubeleben. Unter anderem ist geplant, die altehrwürdige Glückaufkampfbahn mit einem neuen Portal aufzupolieren und mit einem Naturrasen auszustatten.

Das Stadion, in dem einst Ernst Kuzorra und Co. große Erfolge feierten und zahlreiche Meistertitel holten, wird abends bereits von Scheinwerfern in ein blaues Licht getaucht, und wie einst wehen 16 Fahnen über der Tribüne. Zudem sollen rund um den Schalker Markt ein Museum und eine zentrale Anlaufstelle für Fans aus ganz Europa geschaffen werden. „Wir haben hier einen Schatz, den müssen wir heben und für die Nachwelt erhalten“, betonte Tönnies, dem vor rund zwei Jahren auf der sogenannten Mythos-Tour die Idee für diese aufwendigen Projekte gekommen war.

(sef/dpa)
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