Schalke 04 steht auf dem Transfermarkt unter Druck

Neue Verletzte : Schalke steht auf dem Transfermarkt stark unter Druck

Schalke 04 hat den Punktgewinn bei Hertha BSC teuer bezahlt. Die drei neuen verletzten Spieler machen die Suche nach Verstärkungen noch dringender.

Domenico Tedesco sah noch etwas blasser aus als sonst. Dem leicht erkrankten Trainer von Schalke 04 schlug das Auswärtsspiel bei Hertha BSC zusätzlich auf den Magen. Mit dem 2:2 (2:2)-Endergebnis konnte Tedesco zwar gut leben, doch der Punkt war teuer erkauft: Gleich drei verletzte Spieler dünnen den Kader weiter aus - und erhöhen den Druck auf Manager Christian Heidel im Transferendspurt.

Bis zum 31. Januar muss Heidel, der wegen seiner durchwachsenen Transferbilanz unter Beobachtung steht, zwei bis drei Deals einfädeln. Dass sich in Berlin Benjamin Stambouli (schwerer Jochbeinbruch), Alessandro Schöpf (Außenbandriss und Kapselverletzung im linken Knie) und Steven Skrzybski (Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel) verletzten, dürfte Heidels Verhandlungsposition mit Spielern und Vereinen nicht gerade stärken.

Vor allem im Abwehrzentrum sieht Tedesco, der den Verkauf von Publikumsliebling Naldo zur AS Monaco gerne verhindert hätte, den größten Handlungsbedarf. Zumal der bislang gesetzte Salif Sane gegen Hertha einen schwarzen Tag erwischte. "Wir haben nominell zwei Innenverteidiger", sagte Tedesco: "Wenn wir einen holen, bin ich glücklich."

Doch auch im Angriff drückt der Schuh, da Breel Embolo und Guido Burgstaller wohl noch lange verletzt ausfallen. Die Bild berichtete, dass Heidel bei Atletico Madrid ein Angebot für den kroatischen Stürmer Nikola Kalinic (31) abgegeben habe. Dabei soll es sich um eine Leihe mit anschließender Kaufoption (etwa 15 Millionen Euro) handeln.

Heidel hatte im Eurosport-Interview vor dem Anpfiff in Berlin aber betont, sich nicht mit Kalinic getroffen zu haben. Ansonsten wollte er keine Namen kommentieren. Zu den gehandelten Spielern zählt auch der walisische Flügelflitzer Rabbi Matondo (18) aus der Zweitvertretung von Manchester City.

Das Offensivspiel des abgestürzten Vizemeisters sah in Berlin aber auch ohne Verstärkungen phasenweise recht ansehnlich aus. Vor allem beim 2:1-Führungstreffer durch Nationalspieler Mark Uth (44.) zeigte sich, dass die Einheiten im Trainingslager in Benidorm Früchte tragen. "So können wir weitermachen und dann zu Hause gegen Gladbach die drei Punkte holen", sagte Uth mit Blick auf das schwere Heimspiel gegen die Fohlen am kommenden Samstag. Dann dürften auch die ersehnten Neuzugänge dabei sein.

(sef/sid)
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