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FC Schalke 04: Vorstand Jochen Schneider spürt weiter Rückhalt im Verein

Reschke-Erbe „auf mehrere Schultern“ verteilt : Schalke-Vorstand Schneider spürt weiter Rückhalt im Verein

Beim FC Schalke 04 geht es drunter und drüber. Drei Spieler-Suspendierungen und der Rauswurf von Kaderplaner Michael Reschke sorgten am Dienstag für Aufruhr. Sportvorstand Jochen Schneider spürt dennoch weiter den Rückhalt im Verein.

Sport-Vorstand Jochen Schneider spürt nach eigener Aussage weiterhin den Rückhalt des Aufsichtsrats beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04. „Ja, den spüre ich“, sagte Schneider am Mittwoch: „Aber ganz ehrlich, den brauche ich auch nicht. Ich bin nicht so gestrickt, dass ich ein Bekenntnis brauche.“ Er selbst habe natürlich auch Fehler gemacht, gestand Schneider ein.

Der 50-Jährige ist seit März 2019 Vorstand beim Tabellenletzten, der sich am Dienstag wegen „unterschiedlicher Auffassungen über die Zukunft des Vereins“ vom Technischen Direktor und Kaderplaner Michael Reschke getrennt hatte. Ebenfalls am Dienstag wurde bekannt, dass der Vertrag mit dem erst im Sommer verpflichteten Stürmer Vedad Ibisevic zum 31. Dezember aufgelöst wird sowie seine Kollegen Nabil Bentaleb und Amine Harit wieder einmal suspendiert wurden. Trainer David Wagner war nach dem zweiten Spieltag freigestellt worden. Schalke ist seit 24 Bundesliga-Spielen ohne Sieg.

Für Reschke wird der Bundesligist vorerst keinen Nachfolger für verpflichten und auch niemanden intern befördern. „Wir haben uns verständigt, dass wir dieses Aufgabengebiet vorübergehend auf mehrere Schultern verteilen“, sagte Schneider.

Künftig sollen sich Sascha Riether, aktuell Koordinator der Lizenzspielerabteilung, Sportdirektor René Grotus, Mike Büskens als Koordinator für verliehene Spieler und internationale Aktivitäten sowie Schneider selbst das Aufgabengebiet Reschkes teilen. „Mit dieser Gruppe werden wir gemeinsam mit der Scouting-Abteilung vorbereiten, was wir im Januar tun wollen“, sagte Schneider mit Blick auf mögliche Zugänge. „Meldungen, wonach Sascha Riether zum Sportdirektor aufgestiegen sei, möchte ich dementieren“, stellte Schneider klar: „Ich weiß nicht, woher das kommt.“

Auf die Frage nach den Bezeichnungen für das Trios an seiner Seite erklärte Schneider: „Es geht nicht um Titel.“ Ob oder wann ein Nachfolger für Reschke verpflichtet werde, sei offen. „Wir haben bis Weihnachten fünf elementar wichtige Spiele in der Bundesliga“, sagte der Sportvorstand: „Was danach kommt und wann wer nachfolgen könnte, werden wir sehen. Das steht jetzt nicht oben auf der Agenda.“

(dpa/sid/old)