FC Schalke 04: Sieben Gründe warum es unter Wagner wieder läuft

Bundesligist im Aufschwung : Warum es bei Schalke unter Wagner wieder läuft

Der Deutsch-Amerikaner David Wagner hat Schalke 04 wieder auf Europapokal-Kurs gebracht. Am Wochenende steht das Topspiel gegen Bayern München auf dem Programm. Doch woher kommt der Erfolg trotz ähnlichen Kaders wie in der misslungenen Saison 2018/19?

1. Schalkes Pressing-Maschine

Die Schalker stehen unter David Wagner sehr hoch und setzten den Gegner mit ihrem Pressing früh unter Druck. In den Jahren davor setzten die Trainer Domenico Tedesco und Huub Stevens eher auf eine passive Spielweise und reagierten auf den Gegner. Unter Wagner wird agiert. Die Schalker zwingen den Gegner zu Fehlern. Dann kontert Schalke über schnelle Spieler wie Amine Harit und Benito Raman. Bisher erzielte Schalke bereits neun Treffer nach gegnerischen Ballverlusten.

2. Wagners Formationen sind variabel

Der Schalke Coach setzt in den Bundesligaspielen auf zwei verschiedene Formationen. Entweder spielt er in einem 4-2-3-1 System oder in einem 4-4-2 mit einer Raute im Mittelfeld. Beim 4-2-3-1 läuft der Schalker Mittelstürmer Benito Raman den gegnerischen Verteidiger an. Dadurch wird der gegnerische Spieler oft zu Fehlern gezwungen. Wenn der Gegner auf die Außenverteidiger spielt wird der Raum sofort geschlossen und der Sechser, der Innenverteidiger und der Außenspieler werden von den Schalkern sofort zugestellt.
Bei 4-4-2 können sogar zwei Spieler die Verteidiger unter Druck setzten. Im Spiel gegen Mönchengladbach waren es Michael Gregoritsch und Raman, die die Verteidiger anliefen. Dadurch ist ein kontrollierter Aufbau gegen Schalke sehr schwer.

3. Die Zweikampfstärke

Schalke ist unter Wagner das Team mit den meisten gewonnenen Zweikämpfen der Bundesliga. Die Schalker liegen in der Statistik vor Borussia Mönchengladbach und dem Vfl Wolfsburg. Auch in den Top Ten der Spieler mit den meisten gewonnenen Zweikämpfen sind mit Daniel Caligiuri, Suat Serdar und Omar Mascarell gleich drei Schalker vertreten.

4. Der ruhige Spielaufbau

Unter den vorherigen Trainern wurde meist nach dem Prinzip „Kick and Rush“ gespielt. Die Verteidiger schlugen den Ball weit und hoch aus der eigenen Hälfte nach vorne. Dort sollte in der vergangenen Saison Stürmer Guido Burgstaller den Ball verarbeiten. In dieser Saison setzt Schalke auf einen ruhigen Spielaufbau. Häufig lässt sich Omar Mascarell zwischen die Viererkette fallen ,um sich den Ball abzuholen und das Spiel von dort zu kontrollieren und Sicherheit ins Spiel zu bringen. Die Spielweise hat sich also grundlegend verändert.

5. Das aggressive Anlaufen der Stürmer

Schalke ist mit 4129 Sprints das Team mit den viertmeisten Sprints der Liga. Das liegt vor allem an Benito Raman. Der 25-Jährige ist für seine enorme Schnelligkeit bekannt und setzt die Verteidiger durch schnelle Läufe unter Druck. Im Spiel gegen Gladbach, war er mit 42 Sprints der mit den meisten. Auch Gregoritsch, der in der Winterpause aus Augsburg kam, setzte die Gegner immer wieder unter Druck.

6. Der Wagner-Plan

Der Sechser von Schalke, Omar Mascarell ,sagte im Interview über Trainer David Wagner: „Wir wissen genau was wir auf dem Feld zu tun haben“. Wagner erkläre im Training genau, was sie am Wochenende tun müssen und dieser Plan solle zu 100 Prozent umgesetzt werden. Auch Eckentaktiken werden vorher im Training ausprobiert und im Spiel dann umgesetzt. Das passierte zum Beispiel beim Spiel gegen Leipzig, als Mascarell den Ball am ersten Pfosten verlängerte und Salif Sane am zweiten Pfosten einnickte.

7. Der Knappen-Teamgeist

Schalke tritt wieder als echte Einheit auf. Jeder läuft und kämpf für den anderen. Das kommt auch durch den Trainer weil dieser laut Jochen Schneider, der Sport Vorstand von Schalke ist, „die Gabe hat ,Menschen zusammen zu bringen“.