FC Schalke 04 fühlt sich im Spiel gegen FC Bayern München um zwei Handelfmeter betrogen

Vermeintliche Handelfmeter gegen FC Bayern : Schalke versteht die Welt nicht mehr

Der FC Schalke fühlt sich nach dem Spiel gegen FC Bayern um zwei Handelfmeter betrogen. Trainer David Wagner zeigte sich nach der Partie ratlos. Schiedsrichter Marco Fritz kann die Entscheidungen des Videoassistenten aber nachvollziehen.

Nach seiner missglückten Heimpremiere als Trainer von Schalke 04 verstand David Wagner die Fußball-Welt nicht mehr. "Ich bin auf die Erklärung gespannt, weil ich es gerne verstehen würde", sagte der Uefa-Cup-Sieger von 1997 nach dem 0:3 (0:1) gegen Bayern München mit Blick auf zwei strittige Handspiele im Strafraum des Rekordmeisters.

Zunächst war Benjamin Pavard der Ball an den ausgestreckten Arm gesprungen (56.), dann wehrte Ivan Perisic einen Freistoß von Daniel Caligiuri mit der Hand ab (63.). Schiedsrichter Marco Fritz ließ weiterspielen und schaute sich beide Szenen nicht auf dem Monitor an. Nach eigenen Angaben hatte er Kontakt zum Videoassistenten. "Ich würde wahrscheinlich anders entscheiden", sagte Fritz dem ZDF, "kann aber nachvollziehen, dass ich nicht rausgeschickt worden bin, weil es keine 100-prozentig falsche Entscheidung von mir war."

Wagner meinte ratlos: "Ich dachte eigentlich, ich verstehe die Handspielregel." Zumindest im zweiten Fall hätte der Schiedsrichter auch nach der zur neuen Saison modifizierten Handregel auf Elfmeter entscheiden müssen, weil Perisic seine Körperfläche vergrößerte. "Wir hatten eine Schulung vor der Saison, deswegen verstehe ich das nicht", sagte Wagner.

Auch Stürmer Guido Burgstaller klagte: "Wir hätten zwei Handelfmeter bekommen müssen. Der Schiedsrichter hat gesagt, er hat mit dem Videoschiedsrichter kommuniziert und da sei überhaupt nichts gewesen. Und wenn wir nochmal zu ihm laufen, bekommen wir Gelb."

(lt/sid)
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