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FC Schalke 04: Berater von Max Meyer schießt gegen Christian Heidel

"Kann Weltklasse gar nicht beurteilen" : Meyer-Berater schießt gegen Heidel zurück

Im Zoff um die Suspendierung von U21-Europameister Max Meyer vom Bundesligisten Schalke 04 hat Berater Roger Wittmann harsche Kritik an Schalkes Sportvorstand Christian Heidel geübt.

"Ich glaube, Heidel kann Weltklasse gar nicht beurteilen", sagte der Spielerberater Sky Sport News HD am Mittwoch: "Weltklasse sind für mich Firmino, Draxler, Luiz Gustavo. Andere Liga als der Max. Die sind aber teilweise zehn, fünf Jahre älter und spielen bei großen Klubs." Alle drei genannten Spieler werden übrigens auch von Wittmann beraten.

Schalkes Sportvorstand Christian Heidel hatte am Montag bei Sky erklärt, Wittmann habe Meyer einen "Weltklassespieler" genannt. Wittmann schilderte das Telefonat nun aus seiner Sicht.

"Mitte Dezember ruft mich Heidel an. Max habe ihm das gesagt. Er fragt mich: Macht es Sinn, dass wir uns treffen?", erklärte Wittmann, der entgegnet habe: "Wenn wir beide über denselben Spieler reden, also nicht den, den du im Sommer wegschicken wolltest, sondern der nachgewiesen hat, dass er Champions League spielen kann, Europa League spielen kann, deutscher Nationalspieler ist und meiner Meinung nach ein internationaler Klassespieler werden kann."

In einem "Bild"-Interview hatte Meyer am Montag Mobbing-Vorwürfe gegen die Schalker Verantwortlichen erhoben. Im weiteren Verlauf war der 22-Jährige für die restliche Saison suspendiert worden. Schon zuvor war klar, dass Eigengewächs Meyer die Knappen am Saisonende verlassen wird.

Laut Wittmann habe der 22-Jährige ihm im November signalisiert, dass er sich vorstellen könne, auf Schalke zu bleiben. Offenbar scheiterte die Vertragsverlängerung an den unterschiedlichen Auffassungen über Meyers Leistungsvermögen.

Fakt ist, dass Meyer das im Januar verbesserte Angebot mit einer Aufstockung des Gehalts auf angeblich 5,5 Millionen Euro nicht annahm.

(sid/dpa)