FC Ingolstadt: Zweitliga-Spitzenreiter kann Geschichte schreiben

2. Bundesliga : Spitzenreiter Ingolstadt kann Uralt-Rekord knacken

Der FC Ingolstadt ist überraschend Tabellenführer und kann am Sonntag ein Stück Zweitliga-Geschichte schreiben – doch Trainer Ralph Hasenhüttl mahnt trotz einer bisher starken Saison der "Schanzer" zur Vorsicht.

Der FC Ingolstadt ist überraschend Tabellenführer und kann am Sonntag ein Stück Zweitliga-Geschichte schreiben — doch Trainer Ralph Hasenhüttl mahnt trotz einer bisher starken Saison der "Schanzer" zur Vorsicht.

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"Wir hätten als Verein ein Riesenproblem, wenn wir nur dann von einer guten Saison sprechen würden, wenn wir auf die ersten drei Plätze kämen. Wir dürfen nicht vergessen, wo wir vor einem Jahr waren", sagte der 47 Jahre alte Österreicher vor dem Spiel am Sonntag (13.30 Uhr/Live-Ticker) beim FSV Frankfurt.

Vor einem Jahr war der FCI noch ein potenzieller Abstiegskandidat. Unter der Regie von Hasenhüttl, der das Amt am 7. Oktober 2013 übernommen hatte, ging es dann aber stetig bergauf. Mittelfristig ist in Ingolstadt mit Hilfe des Automobil-Konzerns Audi der Sprung in die Bundesliga durchaus geplant. Doch aktuell mag darüber noch keiner reden.

Noch weiß selbst Hasenhüttl offenbar nicht, wo er seine Mannschaft einordnen soll. "Wir wissen noch gar nicht so genau, wie gut wir wirklich sind. Es gibt Mannschaften in der Liga gegen die es sauschwer wird, etwas zu holen. Ich bin gespannt darauf, ob wir es schon im Kreuz haben gegen diese Teams zu bestehen", sagte der frühere Torjäger.

Beim Tabellen-16. Frankfurt ist der FCI auf jeden Fall Favorit, auch wenn der FSV am 22. September 2013 beim 4:1 die letzte Mannschaft gewesen war, gegen die Ingolstadt auswärts verlor. Seitdem erreichten die Oberbayern in 17 Auftritten in der Fremde acht Siege und neun Unentschieden und stellten damit einen Uralt-Rekord von Bayer Leverkusen (Mai 1978 bis April 1979) ein. Am Sonntag können die Ingolstädter nun alleiniger Rekordhalter werden.

"Wir wissen, dass solche Rekorde wahrgenommen werden und von außen der Fokus darauf liegt", sagte Hasenhüttl. Bei ihm liegt der Fokus aber vielmehr darauf, dass der FCI sein Tempospiel auch in Frankfurt "durchdrückt". Die Voraussetzung dafür sei, "dass wir defensiv stabil stehen". Bisher klappt das gut: Mit nur sechs Gegentoren in neun Spielen verfügt Ingolstadt über die beste Abwehr. Und zudem, so der Ex-Nationalspieler weiter, "haben wir mittlerweile im Spiel nach vorne viele Lösungen parat".

Für Geschäftsführer Harald Gärtner ist der aktuelle Erfolg kein Zufall. Nicht nur für ihn ist Hasenhüttl "ein Glücksfall. Er ist ein sehr offener Trainer, der es versteht, die Mannschaft mitzunehmen." Derzeit bis ganz nach oben...

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(sid)
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