FC Bayern München: Niko Kovac will Franck Ribery nicht bestrafen

Nach mutmaßlichem Übergriff : Kovac will Ribery nicht bestrafen

Franck Ribery soll erneut einen Journalisten angegriffen haben. Trainer Niko Kovac sagt, er wisse nichts von dem Vorfall. Er denke nicht darüber nach, seinen Spieler zu bestrafen.

Trainer Niko Kovac sieht beim FC Bayern München keinen Anlass für Sanktionen gegen Fußball-Profi Franck Ribery. Der 35 Jahre alte Franzose soll sich einen weiteren Übergriff gegen einen Journalisten erlaubt haben. Nach einem Bericht des Onlineportals Sportbuzzer soll sich Ribery nach der Partie des FC Bayern gegen Bayer 04 Leverkusen (3:1) am 15. September vor der Münchner Arena eine Auseinandersetzung mit einem Fotografen geliefert haben.

Davon wisse er nichts, sagte Kovac am Freitag in der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf. Er sei „überrascht“ von der Nachfrage. Bisher war ein Vorfall vor zwei Wochen im Anschluss an das 2:3 des FC Bayern in Dortmund bekannt geworden. Ribery hatte danach den französischen TV-Experten Patrick Guillou geohrfeigt.

Der Offensivspieler entschuldigte sich später für diesen Fehltritt, der auch vereinsintern aufgearbeitet wurde. „Dabei sollten wir es belassen“, äußerte Kovac. Der Chefcoach sieht für sich als Trainer keinen Handlungsbedarf. „Ich will nicht als Moralapostel dastehen“, sagte Kovac. Jeder Mensch mache Fehler im Leben. Er sei in erster Linie für das verantwortlich, was auf dem Platz geschehe, betonte der Trainer.

Ribery hat sich zum angeblichen zweiten Vorfall bislang nicht geäußert. In der Partie gegen Leverkusen war er nicht zum Einsatz gekommen und hatte das Stadion während des Spiels verlassen. Als Ribery, bereits im Taxi sitzend, von einem Fotografen abgelichtet wurde, drehte das Fahrzeug um. Nach Darstellung eines Zeugen stieg der Spieler aus und stürmte auf den Fotografen zu. Er soll ihn am Handgelenk gepackt und angeschrien haben, er solle die gemachten Fotos sofort löschen.

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte am Donnerstagabend vor Journalisten erklärt, er habe von dem Vorfall gehört. Er habe aber keine Kenntnis, ob an der Geschichte etwas dran sei oder ob es sich um ein Gerücht handle.

(dpa/sef)
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