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FC Augsburg entlässt Trainer Martin Schmidt

Klassenerhalt „gefährdet“ : Augsburg entlässt Trainer Martin Schmidt

Vier von 24 möglichen Punkten nach der Winterpause waren zu wenig: Der FC Augsburg trennt sich von Trainer Martin Schmidt. Ein Nachfolger ist noch nicht bekannt.

Martin Schmidt hat das Unheil schon geahnt. Es sei völlig normal, dass Kritik an ihm aufkomme, wenn die Ergebnisse nicht stimmten, sagte der Trainer von Fußball-Bundesligist FC Augsburg am vergangenen Freitag. Nur drei Tage später war Schmidt seinen Job los - trotz Vertrags bis 2021.

"Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen", sagte Geschäftsführer Stefan Reuter am Montagnachmittag zur Entlassung des Schweizers, der nur elf Monate im Amt war, doch aufgrund der zuletzt schwachen Bilanz "sind wir zu der Überzeugung gekommen, auf der Trainerposition eine Veränderung vorzunehmen". Wer auf Schmidt folgen soll, blieb zunächst offen, der FCA lud aber für Dienstag (11.00 Uhr) zu einer Pressekonferenz mit Reuter in die WWK-Arena.

Unter Schmidt hatten die Schwaben seit der Winterpause in acht Ligaspielen nur noch vier Punkte geholt, beim 0:2 am Sonntag bei Bayern München aber wurden sie unter Wert geschlagen. "Es wird immer wieder schwierige Phasen geben, die es zu überstehen gilt. In der aktuellen Situation sehen wir unser Ziel Klassenerhalt jedoch als gefährdet an, sodass wir zu diesem Entschluss gekommen sind", sagte Reuter über die Trennung.

Schmidt nahm den Schritt, der sich schon vor dem Derby in München abgezeichnet hatte, scheinbar gefasst auf. "Ich akzeptiere die Entscheidung der Vereinsführung und bedanke mich für das Vertrauen und die Chance, die ich hier bekommen habe", wurde er in der Mitteilung des Klubs zitiert: "Der Verein steht immer über jedem Einzelnen."

Er hoffe, fügte der 52-Jährige an, "dass ich ein paar Spuren hinterlassen konnte, auch wenn die Punkte auf dem Platz letztlich fehlten." Sieben der jüngsten neun Spiele hat Augsburg verloren, der Vorsprung des Tabellen-14. auf den Relegationsplatz beträgt nur fünf Punkte. Er wünsche dem FCA, "dass mit einem neuen Impuls die Wende gelingt", hinterließ Schmidt, dessen Assistent Stefan Sartori ebenfalls gehen muss.

In seinem letzten Spiel hatte Schmitt noch einmal alles versucht, um die Wende zu erzwingen und unter anderem einen Torwarttausch vorgenommen. Doch auch der gute Andreas Luthe, der in München für den glücklosen Neuzugang Tomas Koubek zwischen die Pfosten rückte, konnte die Niederlage nicht verhindern. "Wenn wir den Ausgleich machen kurz vor Schluss ist hier alles möglich", sagte Luthe über die Ausgleichschance von Florian Niederlechner in der Schlussphase.

Schmidt hatte das Traineramt im April 2019 von Manuel Baum übernommen. Damals belegte der FCA Rang 15, den er auch zum Abschluss der Saison inne hatte. Von 32 Pflichtspielen unter seiner Leitung wurden neun gewonnen (16 Niederlagen).

(dpa/old)