Fan des Wuppertaler SV bittet Red Bull um Hilfe

Verein hat Geldsorgen: Fan des Wuppertaler SV bittet Red Bull um Hilfe

Der Wuppertaler SV steckt in finanziellen Nöten. Ein Fan hofft deswegen auf einen großen Gönner in der Not.

Der Wuppertaler SV steckt in großen finanziellen Schwierigkeiten. Der Verein schiebt einen Fehlbetrag von 260.000 Euro vor sicher her. Wie groß die Not beim Viertligisten ist, lässt sich anhand der angedachten Maßnahmen erahnen: Der Klub will unter anderem Gelder generieren, indem er Zehnjahres-Dauerkarten zum Preis von 1019,54 Euro verkauft. 100.000 Euro sollen in der Rückrunde bei den Spielergehältern gespart werden. Heißt: Einige Leistungsträger sollen den Verein vom Stadion am Zoo verlassen.

Ein treuer Fan will seinem Klub nun helfen. Mit seiner Idee aber wird er sich nicht nur Freunde machen. Er hat einen Brief an Red Bull geschrieben, das Unternehmen, das Leipzig mit vielen Millionen auf die Bundesligabühne gehoben hat - und mit den Teams aus Salzburg und New York zwei weitere Mannschaften fördert. „Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie mit Herrn Bölstler (Sportdirektor, Anm d. Red.) und Herr Stücker (Vorstandssprecher, Anm. d. Red.) ein Gespräch führen könnten“, schreibt er. „Um den einzigen Verein im Bergischen Land am Leben zu halten, fehlt es an Geld.“ Der WSV mache hervorragende Jugendarbeit und sei damit sehr erfolgreich. Eine weitere Insolvenz würde sein Verein nicht verkraften.

Ein Screenshot des Schreibens. Foto: Screenshot Facebook

Gründe für das Defizit beim WSV sind unerwartet geringer Zuschauerzuspruch sowie Korrekturbuchungen für die laufende Saison und die Begleichung von Altlasten, teilte der Verein mit. Der WSV sprach mit Blick auf das Insolvenzrecht von "enormem Zeitdruck", um die Etatlücke zu schließen.

Die aktuellen Zahlungsschwierigkeiten der Wuppertaler sind nicht die ersten in der Geschichte des Vereins. 2013 ging der Verein in ein Insolvenzverfahren und trat den Gang in die fünftklassige Oberliga an. Aktuell ist der WSV Sechster der Regionalliga West. Für den erwünschten Fall, dass Spieler den Verein verlassen, wollen die Verantwortlichen den Kader mit Nachwuchsakteuren aufstocken.

(RP)
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