Olympique Marseille gewinnt in der Verlängerung bei Red Bull Salzburg

Olympique schaltet Salzburg aus: Fehlentscheidung ebnet Marseille den Weg ins Endspiel

Marco Rose hat mit dem österreichischen Fußball-Meister Red Bull Salzburg ein erneutes "Wunder" und damit das Finale in der Europa League verpasst. Das Team des deutschen Trainers schaffte es am Donnerstag mit einem 2:1 (2:0, 0:0)-Sieg nach Verlängerung gegen Olympique Marseille nicht, die 0:2-Niederlage aus dem Halbfinal-Hinspiel wettzumachen.

Der frühere französische Meister darf hingegen im Endspiel am 16. Mai in Lyon gegen Atletico Madrid um seinen zweiten Europapokal-Triumph nach dem Sieg in der Champions League 1993 kämpfen.

Rolando erzielte das entscheidende Tor für Olympique in der 116. Minute. Die Ecke, die zum Treffer der Franzosen führte, hätte es aber nicht geben dürfen. Durch den Treffer von Amadou Haidara (53.) und ein Eigentor von Bouna Sarr (65.) hatten die Gastgeber die Verlängerung erzwungen, doch dies war zu wenig, um den Salzburger Triple-Traum am Leben zu erhalten. Roses Mannschaft steht in der österreichischen Bundesliga kurz vor ihrem fünften Meistertitel in Folge, dazu wartet am 9. Mai das Pokalfinale gegen Sturm Graz.

Noch im Viertelfinale der Europa League hatte Salzburg gegen Lazio Rom nach einer 2:4-Niederlage im Hinspiel den Halbfinal-Einzug mit einem 4:1 im eigenen Stadion perfekt gemacht.

Durch die gute Ausgangslage aus dem Hinspiel konzentrierte sich Marseille auf die Defensive. Nach 13 Minuten kam Salzburgs Toptorjäger Munas Dabbur erstmals gefährlich zum Abschluss, doch Marseilles Torhüter Yohann Pele parierte. Zu selten fanden die Gastgeber aber einen Weg durch das französische Bollwerk.

Passend zum Spielverlauf entsprang die Salzburger Führung nach der Pause aus einer Einzelleistung, als Haidara die Hintermannschaft der Franzosen mit einem Tempodribbling narrte. Der Treffer ließ Salzburg mutiger werden, nur zwölf Minuten später lenkte Sarr einen Schuss von Xaver Schlager ins eigene Tor und ermöglichte die Verlängerung. Dort war beiden Teams der Kräfteverschleiß deutlich anzumerken, nach einer Ecke war Rolando zur Stelle. RB-Torschütze Haidara sah kurz vor Schluss Gelb-Rot (119.).

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