Europa League: Eintracht Frankfurt nach 4:1 gegen Schachtjor Donezk im Achtelfinale

Frankfurt - Donezk 4:1 : Leidenschaftliche Eintracht im Europa-League-Achtelfinale

Am Ende eines magischen Europapokal-Abends ließen sich die glückseligen Profis von Eintracht Frankfurt minutenlang vor der Kurve feiern. Die Fans wollten gar nicht mehr aufhören, ihre wie im Rausch umherspringenden Helden zu besingen.

"Es war ein unglaublich intensives Spiel. Wir wollten alles raushauen, es hat geknistert im Stadion, mit dem Ergebnis - ein geiler Abend", sagte Sebastian Rode bei Nitro. Durch das beeindruckende 4:1 (2:0) im Rückspiel gegen Schachtjor Donezk zog der leidenschaftliche DFB-Pokalsieger ins Achtelfinale der Europa League ein und feierte nach dem 2:2 im Hinspiel den größten internationalen Erfolg seit fast einem Vierteljahrhundert.

Der Einzug in die Runde der letzten 16 Teams war den Hessen zuletzt 1995 im UEFA-Cup gelungen. "Das sind die magischen Momente, die wir hier in Frankfurt haben. Ich genieße es, genau wie die Jungs. Ein wunderschöner Abend", sagte Sportvorstand Fredi Bobic.

Ein Sonderlob erhielt Doppelpacker Sebastian Haller. "Er arbeitet unglaublich viel fürs Team. Er ist enorm wichtig für uns", sagte Rode über den Franzosen, der erst per Handelfmeter zum 2:0 getroffen und in der kribbeligen Phase nach dem Anschluss durch Junior Moraes (63.) das so wichtige 3:1 per Konter erzielt hatte. "Es ist erst der Anfang, wir müssen weitermachen, wir haben alle diesen Traum", sagte der Angreifer bei DAZN. Außerdem trafen Luka Jovic (23.) und der Edeljoker Ante Rebic (88.).

Das Achtelfinale wird am Freitag (13.00 Uhr) in Nyon/Schweiz ausgelost. Nach den bisherigen Auftritten in der Gruppenphase und dem Triumph im K.o.-Duell mit den favorisierten Ukrainern wird der Eintracht so schnell vermutlich kein Gegner Angst einflößen. "Jetzt ist alles möglich", sagte Makoto Hasebe.

Wie in der Vorrunde, die Frankfurt als erster Bundesligist mit sechs Siegen aus sechs Spielen beendet hatte, wollten die Eintracht-Fans unter den 47.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena den Spielern gerne einen aufputschenden Empfang bereiten. Aus Protest gegen die durch leichtsinnige Aussagen von Vereinspräsident Peter Fischer ausgelösten Polizeikontrollen im Vorfeld des Spiels verzichteten die Fans aber darauf.

Die Atmosphäre war dennoch von Beginn an elektrisierend. Jede gelungene Aktion, jede beherzte Grätsche der zu Beginn leicht überlegenen Eintracht wurde bejubelt - und jeder Angriff der Gäste, die aus der Champions League abgestiegen waren, von einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert begleitet.

Die gut organisierten Gastgeber, bei denen Kapitän und Abwehrchef David Abraham nach seiner Verletzung in die Dreierkette zurückkehrte und der zuletzt überragende Hasebe ins zentrale Mittelfeld rückte, stellte das allerdings vor keine großen Probleme. Der Doppelschlag von Jovic und Haller stärkte das Selbstvertrauen der SGE, die sich weiter mit großer Hingabe gegen die Angriffe der Gäste stemmte.

Die in der Liga zuletzt etwas schwächelnde Mannschaft von Trainer Adi Hütter legte neben Kampfgeist über weite Strecken eine beeindruckende Reife an den Tag. Der Anschlusstreffer von Donezk, das nach rund einer Stunde den Druck noch einmal erhöhte, brachte allerdings die Spannung in die ansehnliche Partie zurück. Nach zwei Lattentreffern der Gäste (70./79.) erlöste aber Haller die Hausherren.

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(ako/sid)
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