Hinteregger erlöst die Eintracht Frankfurt zittert sich mit Last-Minute-Treffer ins Europa-League-Viertelfinale

Frankfurt · Die Europa-League-Experten von Eintracht Frankfurt dürfen sich nach einem Thriller auf weitere magische Nächte in ihrem Lieblingswettbewerb freuen. Die Hessen mussten aber bis zur letzten Sekunde der Verlängerung zittern.

 Frankfurter Fans beim Spiel gegen Sevilla.

Frankfurter Fans beim Spiel gegen Sevilla.

Foto: dpa/Arne Dedert

Mit der glänzenden Ausgangslage aus dem Hinspiel im Rücken reichte den Hessen im Achtelfinal-Rückspiel gegen Betis Sevilla ein 1:1 nach Verlängerung im eigenen Stadion zum Einzug ins Viertelfinale. Martin Hinteregger (120.+1) erzielte das erlösende Tor, Borja Iglesias (90.) hatte die Gäste in die Verlängerung gerettet.

Nach dem 2:1 in Sevilla zitterte sich die Eintracht in die nächste Runde, die ganz große Europa-Party auf dem Feld blieb aus. Wie schon bei ihrer beeindruckenden Reise im Jahr 2019 steht die SGE erneut unter den besten acht Mannschaften - und darf weiter vom großen Coup träumen. Das Viertelfinale wird bereits am Freitag (13.30 Uhr) ausgelost.

Nach dem starken Auftritt im Hexenkessel von Sevilla war die Euphorie gewachsen. "Wir werden ganz klar auf Sieg spielen", hatte Trainer Oliver Glasner angekündigt. Dafür schickte er vor der stimmungsvollen Kulisse zum vierten Mal in Folge dieselbe Startelf aufs Feld.

Die Frankfurter hatten auf ein volles Stadion gehofft, erhielten aber keine Ausnahmegenehmigung der Behörden. Und so sahen "nur" 25.000 Fans ein kurzes Abtasten beider Teams, ehe Ansgar Knauff (14.) mit einem Lattentreffer die Zurückhaltung der Eintracht beendete. Es folgte ein unplatzierter Abschluss von Djibril Sow (19.).

Die Hessen kontrollierten das Geschehen wie beim Hinspiel-Sieg, der durchaus höher hätte ausfallen können. Bei ihren Bemühungen blieb die SGE aber immer wieder in der Betis-Abwehr mit dem Ex-Dortmunder Marc Bartra hängen. Die Andalusier, trainiert vom erfahrenen Manuel Pellegrini, sorgten nur selten über Konter für Gefahr.

Doch die Eintracht kam wie ausgewechselt aus der Kabine. Auf einmal wackelte die bis dahin stabile Defensive, offensiv ging fast nichts mehr - und dazu erhöhte der Tabellenfünfte der spanischen Liga den Druck. Erst nach einer guten Stunde befreite sich Frankfurt wieder etwas.

Spannend blieb es dennoch. Ein Freistoß von Filip Kostic (64.) segelte an allen vorbei an den Pfosten, auf der Gegenseite rettete Kevin Trapp gegen Juanmi (65.). In der Schlussphase gerieten die Hessen noch mehr unter Druck und mussten heftig um das Weiterkommen bangen: Torschütze Iglesias traf in der Verlängerung die Querlatte (109.).

SID wj nt

(ako/sid)