Europa League 2018/2019: Eintracht Frankfurt reist mit 3000 Fans zu Schachtjor Donezk

Nach perfekter Gruppenphase : Frankfurt will Europacup-Geschichte gegen Donezk weiterschreiben

Rund 3000 Frankfurter Fans haben sich auf den Weg in die Ukraine gemacht, um das erste K.o.-Spiel in der Europa League zu sehen. Am Donnerstag um 21 Uhr trifft die Eintracht in Charkiw auf Schachtjor Donezk.

Sechs Spiele, sechs Siege - so lautet die Erfolgsbilanz von Eintracht Frankfurt in der Europa League. Entsprechend zuversichtlich gehen die Hessen in die K.o.-Spiele gegen Schachtjor Donezk. Das Hinspiel steigt am Donnerstag um 21 Uhr.

Dabei können die Hessen einmal mehr auf die Unterstützung ihrer Fans bauen - auch wenn die unter besonderer Beobachtung der Uefa stehen. Nach den Ausschreitungen beim Gruppenspiel bei Lazio Rom Mitte Dezember spielt die Eintracht zwei Jahre lang auf Bewährung. Ein neuerlicher Verstoß würde den Ausschluss der Frankfurter Anhänger für das folgende Auswärtsspiel zur Folge haben.

„Das ist für einen Club, der sich stark über Europa definiert, natürlich eine Tragödie“, sagte Eintracht-Vorstand Axel Hellmann. „Ich mag gar nicht daran denken, wenn es irgendwie zu einem Vorfall käme und wir dann ein Traumlos ziehen.“ Der Verein hat daher im Vorfeld intensiv auf seine Anhänger eingewirkt. „Es gab sehr viele Gespräche in eine gute und vernünftige Richtung.“

Nach dem historischen Siegeszug durch die Gruppenphase der Europa League plant DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt in der Zwischenrunde gegen den ukrainischen Meister Schachtjor Donezk den nächsten Coup. „Wir wollen unsere Europapokal-Geschichte unbedingt weiterschreiben“, sagte Nationaltorhüter Kevin Trapp vor dem Hinspiel. Und Hellmann betonte: „Ich glaube, und das ist meine Hoffnung, dass gegen Donezk noch nicht die Endstation ist.“

Entsprechend zuversichtlich machten sich die in diesem Jahr noch unbesiegten Hessen am Mittwoch auf den Weg nach Charkiw, wo die Partie wegen des seit 2014 anhaltenden politischen Konflikts in der Ostukraine ausgetragen wird. „Wir wissen, dass wir die Qualität haben, um gegen gute Mannschaften bestehen zu können“, versicherte Trapp. „Leidenschaft und Einsatz müssen stimmen, sonst wird es schwer. Aber das gesamte Team ist schon seit der Auslosung hoch motiviert und heiß auf dieses Spiel.“

Der 28-Jährige hat mit dem Gegner bereits gute Erfahrungen gemacht. Mit Paris Saint-Germain blieb Trapp in der Saison 2015/16 in der Champions-League-Gruppenphase gegen den elfmaligen ukrainischen Meister ohne Gegentor (3:0, 2:0). Auch Rückkehrer Sebastian Rode, der im selben Jahr mit dem FC Bayern das Achtelfinal-Rückspiel gegen Donezk mit 7:0 gewann, und Trainer Adi Hütter haben positive Erinnerungen. Mit Young Boys Bern schaltete der Coach den Rivalen 2016/17 in der dritten Qualifikationsrunde der Champions League aus.

Doch die Eintracht ist gewarnt - auch wenn Donezk im Kalenderjahr 2019 noch kein Spiel bestritten hat, weil die Saison in der Ukraine wegen des strengen Winters erst Ende Februar fortgesetzt wird. „Das ist eigentlich eine Champions-League-Mannschaft“, sagte Hütter. „Die Chancen stehen 50:50.“

Das Team von Trainer Paulo Fonseca, in dem zahlreiche Brasilianer kicken, hat in der Liga nur eines von bisher 18 Spielen verloren. Seine Klasse demonstrierte der Double-Gewinner des Vorjahres in der Champions-League-Gruppenphase beim 3:2-Sieg bei 1899 Hoffenheim. „Uns stehen zwei sehr schwere Spiele bevor, in denen wir zwei Mal ans Limit gehen müssen“, sagte Trapp.

(dpa/seka)
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