Europa League 19/20: Eintracht Frankfurt empfängt FC Arsenal mit viel Selbstbewusstsein

"Gibt nichts Schöneres" : Selbstbewusste Eintracht startet gegen Arsenal in die Europa League

Eintracht Frankfurt will in der Europa League wieder für Furore sorgen - und der Rahmen für den Auftakt könnte besser nicht sein. Vor ausverkauftem Stadion messen sich die Hessen mit dem FC Arsenal.

Vor dem Start der nächsten Europa-League-Party rollte Adi Hütter dem VIP-Gast noch einmal den Roten Teppich aus. "Es gibt nichts Schöneres", schwärmte der Trainer von Eintracht Frankfurt, "als gegen den Favoriten der Gruppe zu beginnen". Im nächsten Atemzug machte Hütter aber klar: Geschenke sollte der FC Arsenal, der ohne 2014er-Weltmeister Mesut Özil anreist, lieber nicht erwarten.

"Wir werden alles daransetzen, eine Top-Leistung zu bringen und den Gegner zu neutralisieren", sagte der 49-Jährige, der mit seiner Mannschaft gegen den 13-maligen englischen Fußball-Meister am Donnerstag (18.55 Uhr/DAZN) "natürlich einen Sieg landen will".

Und wo könnte das besser gelingen als in der ausverkauften Arena, in der auf der europäischen Bühne seit 15 Spielen kein Team mehr gewonnen hat? "Das ist eine Art Burg", sagte Vorstandsmitglied Axel Hellmann: "Die muss Arsenal erstmal knacken."

Verstecken, so viel ist sicher, werden (und müssen) sich die Hessen trotz ihrer vermeintlichen Rolle als Außenseiter also nicht. Nach dem beschwerlichen Weg über drei Qualifikationsrunden in die Gruppenphase ist die Vorfreude auf neue Festtage gigantisch - der Triumphzug der vergangenen Saison in das Halbfinale hat das Selbstvertrauen und die Zuversicht zudem extrem gestärkt.

"Wir haben uns auch international ein Standing erarbeitet. Die Teams wissen nun, dass es unangenehm ist, nach Frankfurt zu kommen", sagte Flügelspieler Danny da Costa. Vor allem in der englischen Hauptstadt dürfte es sich herumgesprochen haben, dass die Eintracht längst keine Laufkundschaft mehr ist. Auch nicht für einen Verein wie den FC Arsenal.

Die Gunners hatten im Endspiel nämlich relativ deutlich (1:4) gegen den Stadtrivalen FC Chelsea verloren. Gegen jene Truppe also, die sich in der Vorschlussrunde nur mit viel Mühe und Glück im Elfmeterschießen gegen die widerspenstigen Frankfurter durchsetzte. "So eine Leistung können wir definitiv wieder abrufen", sagte da Costa - der dabei natürlich auch die lautstarke Unterstützung der Anhänger im Kopf hat.

47.000 Zuschauer werden wieder ordentlich Radau machen, die Spieler wahrscheinlich auch wieder mit einer elektrisierenden Choreographie empfangen. "Es kribbelt schon", gestand da Costa, während sein Mitspieler Dominik Kohr meinte: "Wir werden dank der Fans eine wahnsinnige Atmosphäre haben und wieder unsere Heimmacht demonstrieren."

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - da Costa, Kohr, Rode (Fernandes), Kostic - Kamada - Silva, Paciencia. - Trainer: Hütter

Arsenal: Leno - Maitland-Niles, Sokratis, Luiz, Kolasinac - Torreira, Xhaka, Guendouzi - Ceballos - Aubameyang, Pepe. - Teammanager: Emery

Schiedsrichter: Davide Massa (Italien)

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die beeindruckenden Choreos der Frankfurt-Fans

(ako/sid)
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