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Conference League: 72 Festnahmen nach Finale zwischen Rotterdam und Rom

„Starke Zerstörungen“ : 72 Festnahmen in Rotterdam nach Conference-League-Finale

Sie warfen Steine, Gläser und Flaschen auf Polizisten: Nach der Niederlage im Endspiel der Conference League haben Fans von Feyenoord Rotterdam schwere Ausschreitungen verursacht. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, mehrere Menschen wurden verletzt.

Bei Ausschreitungen nach der Finalniederlage von Feyenoord Rotterdam in der Conference League hat es nach Polizeiangaben in der Nacht zum Donnerstag 72 Festnahmen in der niederländischen Hafenstadt gegeben. Zwei Einsatzkräfte seien leicht verletzt worden, wie der niederländische Sender NOS außerdem berichtete. Ein Bus und eine Straßenbahn seien beschädigt worden, die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Die Lage habe sich gegen 1.00 Uhr beruhigt.

In mehreren Gegenden Rotterdams seien „starke Zerstörungen“ angerichtet worden, sagte ein Polizeisprecher. Wie die Nachrichtenagentur ANP berichtete, warfen aufgebrachte Feyenoord-Anhänger mit Feuerwerkskörpern und Fackeln um sich und schleuderten Steine, Gläser und Flaschen gegen Polizisten.

Zahlreiche Fußball-Fans hatten am Mittwochabend in Rotterdam das 0:1 im Endspiel gegen AS Rom in Tirana verfolgt, auch im Feyenoord-Stadion De Kuip gab es ein Public Viewing.

In Tirana blieb es nach den Ausschreitungen in der Nacht zum Mittwoch dagegen offenbar weitgehend ruhig, wie NOS auch unter Berufung auf die dortige Polizei berichtete. Die Polizei in der albanischen Hauptstadt hatte angekündigt, mit einem massiven Aufgebot weitere Zwischenfälle verhindern zu wollen.

In Tirana war es in der Nacht vor dem Endspiel zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und den Fangruppen aus Rom und Rotterdam gekommen. Dabei waren Agenturangaben zufolge 19 Polizisten und fünf weitere Menschen verletzt worden. Ein Polizist ist den Angaben zufolge mit einem Messer verletzt worden. 48 italienische und zwölf niederländische Anhänger seien in Gewahrsam genommen worden. 80 Fans seien zurück nach Italien geschickt worden.

(kron/dpa)