Aufsichtsrat des VfB: Mayer-Vorfelder muss Farbe bekennen: Entscheidung für den DFB die beste Lösung

Aufsichtsrat des VfB: Mayer-Vorfelder muss Farbe bekennen: Entscheidung für den DFB die beste Lösung

Stuttgart (dpa). Mit seiner Hinhaltetaktik und seinen Dementis stößt Gerhard Mayer-Vorfelder beim VfB Stuttgart auf immer größeren Unmut. "Die Spekulationen schießen ständig ins Kraut, und uns sind die Hände gebunden", klagte Heinz Bandke, der Aufsichtsratsvorsitzende des schwäbischen Fußball-Bundesligisten, am Freitag und sagte klipp und klar: "Wenn sich der Präsident für den DFB entscheidet, wäre das für alle Seiten wohl die beste Lösung." Bei Sitzungen des Vorstandes mit dem Ausschuss für Personalfragen am Dienstag und des Aufsichtsrates am 1. März wollen die VfB-Funktionäre von ihrem umstrittenen Vereinsvorsitzenden ein klares Wort, damit sie offiziell die Suche nach einem Nachfolger einläuten können. Bandke: "Das wäre hilfreich und würde vieles erleichtern."

<

p class="text">Stuttgart (dpa). Mit seiner Hinhaltetaktik und seinen Dementis stößt Gerhard Mayer-Vorfelder beim VfB Stuttgart auf immer größeren Unmut. "Die Spekulationen schießen ständig ins Kraut, und uns sind die Hände gebunden", klagte Heinz Bandke, der Aufsichtsratsvorsitzende des schwäbischen Fußball-Bundesligisten, am Freitag und sagte klipp und klar: "Wenn sich der Präsident für den DFB entscheidet, wäre das für alle Seiten wohl die beste Lösung." Bei Sitzungen des Vorstandes mit dem Ausschuss für Personalfragen am Dienstag und des Aufsichtsrates am 1. März wollen die VfB-Funktionäre von ihrem umstrittenen Vereinsvorsitzenden ein klares Wort, damit sie offiziell die Suche nach einem Nachfolger einläuten können. Bandke: "Das wäre hilfreich und würde vieles erleichtern."

<

p class="text">Für Insider steht längst fest, dass sich Mayer-Vorfelder in Richtung Deutscher Fußball-Bund verabschiedet und bei der VfB- Mitgliederversammlung im Herbst nicht mehr kandidieren wird - auch wenn der VfB-Präsident seit Monaten auf die noch ausstehende Strukturreform des DFB verweist. "Je länger dieser Rückzug auf Raten dauern wird, desto länger hält die Handlungsunfähigkeit der VfB- Gremien an", kritisierte die "Stuttgarter Zeitung".

<

p class="text">Die "Stuttgarter Nachrichten" bezeichneten das Dementi des 66- jährigen Multi-Funktionärs als "unglaubwürdig". Die Art und Weise, wie "MV" nach 25 Jahren auf dem Cannstatter Wasen seine Akten schließt, "wird als unwürdig in Erinnerung bleiben". Und Bandke forderte: "Ruhe ist jetzt erste Bürgerpflicht! Schließlich wird ja auch noch Fußball gespielt." Mayer-Vorfelders Ausraster nach der Niederlage in Leverkusen und die Diskussionen um seine persönliche Zukunft lassen in Stuttgart fast vergessen, dass sich der VfB nach drei Niederlagen in Folge wieder einmal auf Talfahrt befindet.

<

p class="text">Für das Zaudern des Vereinschefs gibt es anscheinend nur einen Grund: Der CDU-Politiker ist zwar der Nachfolgekandidat Nummer eins für DFB-Präsident Egidius Braun, doch in Frage käme für den bisher ehrenamtlichen Ligaausschussvorsitzenden auch der noch zu schaffende Posten eines bezahlten Ligapräsidenten. Die geplante Strukturreform soll dem DFB-Beirat am 29. April vorgestellt werden, der neue Präsident wird beim Bundestag 2001 in Magdeburg gewählt. Doch Braun will Mayer-Vorfelder bereits beim UEFA-Kongress am Ende der Fußball- Europameisterschaften in den Niederlanden und Belgien in die UEFA- Exekutive hieven. "Für mich wäre es wertvoll, wenn mein designierter Nachfolger in der UEFA wäre und den DFB vertritt", sagte er.

Beim VfB sind die Kandidaten für das Präsidentenamt breiter gestreut. Ex-Nationalspieler und Medien- und Marketingdirektor Hansi Müller will zwar "weiterhin im operativen Geschäft tätig sein" und wird seinen Hut nicht in den Ring werfen. Ebenso wenig wie Arbeitgeberpräsident und VfB-Freundeskreis-Vorsitzender Dieter Hundt, der "keine Zeit" hat. Gehandelt werden jedoch IBM- Aufsichtsratsmitglied Edmud Hug, der ebenfalls im Freundeskreis sitzt, und Manfred Haas, Bandkes Stellvertreter im Aufsichtsrat. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkassen-Versicherung Baden-Württemberg Holding AG in Stuttgart hat eines bereits klar gestellt: "Ich würde es nie wie Gerhard Mayer-Vorfelder machen."

(RPO Archiv)
Mehr von RP ONLINE