Nach Skandal-Spielen in EM-Quali UEFA will erst die Spielberichte analysieren

Nach Skandal-Spielen in EM-Quali : UEFA will erst die Spielberichte analysieren

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) wird vermutlich erst in den kommenden Tagen mitteilen, ob nach den Vorkommnissen bei den EM-Qualifikationsspielen in Frankreich und Bulgarien Verfahren gegen die betroffenen Verbände eingeleitet werden.

ie Uefa gab auf SID-Nachfrage bekannt, "erst die offiziellen Spielberichte zu analysieren und dann über etwaige Maßnahmen zu entscheiden".

Bei der Partie zwischen Frankreich und der Türkei (1:1) hatte ein Teil der türkischen Mannschaft das Tor des Düsseldorfers Kaan Ayhan erneut mit einem militärischen Gruß bejubelt. Die Geste, die bereits nach dem Spiel der Türken gegen Albanien in der Vorwoche für Aufsehen gesorgt hatte, soll Bezug auf die Offensive türkischer Streitkräfte in Nordsyrien nehmen. Politische Äußerungen sind laut Uefa-Regularien verboten.

In Sofia stand die Partie der Bulgaren gegen England (0:6) zweimal (28., 43.) kurz vor dem Abbruch, weil einige bulgarische Zuschauer durch rassistische Rufe negativ auffielen und der Stadionsprecher die eigenen Anhänger mehrmals zur Mäßigung auffordern musste. Der kroatische Schiedsrichter Ivan Bebek hatte zuvor ein klares Signal gegeben. Zudem waren auf Bildern Zuschauer zu sehen, die den Hitlergruß zeigten.

Als Wiederholungstäter droht dem bulgarischen Verband BFS ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Artikel 14 der Rechtspflegeordnung der Uefa sieht dieses sowie eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro bei einem wiederholten Fall nämlich vor.

(eh/sid)
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