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Nach Sieg über Ukraine: England träumt vom Titel bei der Europameisterschaft

Nach Sieg über Ukraine : England träumt vom Titel bei der Europameisterschaft

Aus dem klaren 4:0 im EM-Viertelfinale gegen die Ukraine will England Selbstvertrauen ziehen für die nächste Aufgabe gegen Dänemark. Das Endspiel im Londoner Wembley-Stadion ist mehr denn je das ganz große Ziel. Eine Erinnerung schmerzt die Mannschaft noch immer.

Den 4:0-Sieg im EM-Viertelfinale gegen die Ukraine hakten Englands Fußball-Nationalspieler im Eiltempo ab. Direkt nach dem Schlusspfiff der Partie in Rom am Samstag kannten Doppeltorschütze Harry Kane und seine Teamkollegen nur noch ein Thema: Das Halbfinale im Londoner Wembley-Stadion gegen Dänemark – und die damit verbundene Chance. „Wir wollen ein großes Turnier gewinnen. Das ist eine großartige Gelegenheit“, sagte Kane. „Wir müssen uns jetzt erholen, das Selbstvertrauen aus diesem Spiel mitnehmen und uns auf einen harten Gegner einstellen.“

Selbstvertrauen konnten sich die Three Lions gegen eine überforderte Ukraine reichlich holen. Kapitän Kane (4./50. Minute), Harry Maguire (46.) und Jordan Henderson (63.) trafen für den Gastgeber der Halbfinalpartien und des Endspiels, der erstmals in diesem Turnier auch offensiv so richtig überzeugen konnte. Das 4:0 war der bislang höchste Sieg in der langen englischen EM-Geschichte. „Am Ende war es eine wirklich beeindruckende Leistung“, lobte Abwehrchef Maguire, dessen Defensive schon das gesamte Turnier über gut steht und im fünften EM-Spiel als einziges Team erneut ohne Gegentor blieb.

Mit Dänemark dürfte am Mittwoch im Londoner Wembley-Stadion allerdings ein weitaus härterer Gegner warten als die Ukraine, die trotz des frühen Rückstandes kaum Gefahr nach vorne erzeugen konnte und sich in der zweiten Halbzeit zu viele Fehler leistete. „Sie sind eine gute Mannschaft, das haben sie hier erneut gezeigt“, warnte Coach Gareth Southgate vor den Skandinaviern, die England in der Nations League zuletzt eine 0:1-Heimniederlage zugefügt und ein 0:0 abgetrotzt hatten. „Sie reiten auf einer Welle der Emotionalität nach dem, was mit Christian passiert ist“, sagte Southgate mit Blick auf den Zusammenbruch des Dänen Christian Eriksen im ersten EM-Spiel.

Nach langen Jahren des Wartens steht England erstmals seit 1996 wieder in einem EM-Halbfinale - und fühlt sich bereit für den ersten großen Titel seit dem WM-Triumph 1966. „Es ist ein großartiges Gefühl, hier so zu gewinnen“, sagte Maguire. „Das zeigt den großen Fortschritt, den wir gemacht haben. Und wir verbessern uns weiter.“

Helfen sollen den Three Lions auch die Erfahrungen aus der jüngsten Vergangenheit - etwa von der WM 2018, als im Halbfinale mit einem 1:2 gegen Kroatien Schluss war. „Wer damals dabei war, der weiß, wie weh es tat, nicht ins Finale zu kommen“, erinnerte sich Kane. Coach Southgate urteilte: „Teams müssen auf eine Reise gehen und Schmerz durchmachen, um sich weiterzuentwickeln. Wir hatten großartige Nächte, aber auch schmerzhafte Nächte, und wir haben daraus gelernt.“

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Wie sehr, das kann England am Mittwoch in Wembley unter Beweis stellen. Nächstes Etappenziel: Das Endspiel am 11. Juni. Gegner könnten dann die bislang so starken Italiener oder Spanien sein. „Wir haben noch einen langen Weg vor uns, wir sind noch nicht zufrieden“, sagte Southgate. „Wir waren noch nie in einem EM-Finale. Das ist die nächste Gelegenheit für uns, um Geschichte zu schreiben.“

(dör/SID)