Nach Rassismus-Vorfall in EM-Quali: Englischer Verband fordert Untersuchung

Nach Rassismus-Vorfall in EM-Quali : Englischer Verband fordert Untersuchung

Der englische Fußball-Verband reagiert auf die Vorfälle im EM-Quali-Spiel in Bulgarien. Nach mehrfachen Unterbrechungen wegen rassistischer Rufe fordert die FA eine Reaktion von der Uefa.

Der englische Fußball-Verband FA hat nach den rassistischen Vorfällen beim EM-Qualifikationsspiel in Sofia Untersuchungen durch die Uefa gefordert. Das schrieb die FA am Montagabend nach dem 6:0-Sieg in Bulgarien. „Wie wir bedauerlicherweise wissen, ist es nicht das erste Mal, dass unsere Spieler von dieser Art Missbrauch betroffen sind“, hieß es in einer Mitteilung: „Wirfordern die Uefa auf, das als dringliche Angelegenheit zu untersuchen.“

Das Spiel war in der ersten Halbzeit zweimal wegen rassistischer Äußerungen von bulgarischen Fans unterbrochen worden. Der Schiedsrichter warnte über den Stadionsprecher vor dem Abbruch der Partie. Er brachte die Partie jedoch zu Ende.

Englische Spieler hatten vor der Begegnung gedroht, den Rasen bei rassistischen Vorfällen gegen einen Spieler zu verlassen. Das taten sie allerdings nicht und feierten ein müheloses 6:0 (4:0). Marcus Rashford (7.), Ross Barkley (20., 32.), Raheem Sterling (45., 69.) und Harry Kane (85.) schossen die Tore.

England führt in der Tabelle der Gruppe A mit 15 Punkten vor Tschechien (12). Im zweiten Montag-Spiel der Gruppe gewann die Kosovo-Auswahl 2:0 (2:0) gegen Montenegro und hat als Dritter mit elf Zählern noch gute Chancen, sich erstmals für die EM zu qualifizieren.

(eh/dpa)
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