Rekord bei Spanien gegen Albanien Fußball-EM toppt bei Datennutzung im Düsseldorfer Stadion die Handball-EM

Exklusiv | Düsseldorf · Noch nie wurden in der Arena in Düsseldorf so große Datenmengen durch das Mobilfunknetz geschickt wie beim EM-Vorrundenspiel zwischen Spanien und Albanien. Damit schlägt die Partie auch den Topwert beim Eröffnungsspiel der Handball-EM im Januar. Allerdings haben sich auch die Voraussetzungen verbessert.

 Ein Blick auf die albanischen Fans beim Spiel ihrer Mannschaft gegen Spanien. (Symbolfoto)

Ein Blick auf die albanischen Fans beim Spiel ihrer Mannschaft gegen Spanien. (Symbolfoto)

Foto: AFP/KENZO TRIBOUILLARD

Das EM-Spiel zwischen Spanien und Albanien wurde zur riesigen Fanparty in Düsseldorf. Schon Stunden vor dem Anpfiff feierten Tausende Fans, die Mehrzahl davon Albaner, in der Altstadt. Später zogen viele davon gemeinsam zum Stadion, um dort auch das Spiel live zu sehen.

Stimmgewaltig feuerten die Zuschauer ihre Teams an. Die Stimmhoheit hatten trotz der 0:1-Niederlage zumeist die Anhänger der albanischen Mannschaft. Und diese besondere Stimmung wollten viele Zuschauer offenbar mit der restlichen Welt teilen. Viele posteten Fotos und Videos in den sozialen Netzwerken. Sicherlich werden auch zahlreiche Fans ihre Erlebnisse via Smartphone mit Familie und Freunden geteilt haben.

Düsseldorf: Albanische und spanische Fans feiern vor dem EM-Spiel
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Albanische und spanische Fans feiern in Düsseldorf vor dem Anpfiff

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Foto: Marie Bockholt

In jedem Fall schafften die Fans im Stadion am Montagabend einen neuen Datenrekord in der Düsseldorfer Arena, wie der Mobilfunknetzbetreiber O2-Telefonica am Dienstagmittag unserer Redaktion mitteilte.

Bis zu 515 Gigabyte flossen zu Spitzenzeiten durch das O2-Mobilfunknetz im Stadion. Zum Vergleich: Während des Handball-Weltrekordspiels zur Eröffnung der EM am 10. Januar 2024 gingen zur Spitzenzeit 330 Gigabyte durch das Netz des Anbieters. Damals hatten die Zuschauer bei der Partie Deutschland gegen die Schweiz für einen neuen Rekord sowohl bei O2 als auch Vodafone in der Stockumer Arena gesorgt. Wie damals wurde der Spitzenwert auch jetzt in der Stunde vor dem Anpfiff, in diesem Fall also zwischen 20 und 21 Uhr, erzielt.

Dieser Zeitraum überrascht nicht. Immerhin kommen die Fans in dieser Zeit ins Stadion, fotografieren das Stadion, die Mannschaften beim Aufwärmen oder filmen den Einlauf der Teams und die Nationalhymnen, um ihre Eindrücke dann direkt im Internet oder über Messenger-Dienste zu teilen.

In der Zeit von 19 bis 23 Uhr lag das genutzte mobile Datenvolumen nach Angaben von O2 bei insgesamt 2079 Gigabyte. Ein Teil davon gehe auf das Roaming zurück, da eben zahlreiche Fans aus Spanien und Albanien im Stadion waren, teilte das Mobilfunkunternehmen mit.

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Foto: dpa/Bodo Marks

Bei sogar 2500 Gigabyte lag das genutzte mobile Datenvolumen im Zeitraum 19 bis 23 Uhr im Vodafone-Netz. Dazu hätten vor allem die italienischen Fans beigetragen, teilte Vodafone am Dienstagnachmittag mit. Das zeige eine Roaming-Auswertung des Düsseldorfer Mobilfunknetzbetreibers.

Schon beim Spiel Slowakei gegen die Ukraine am Freitag, 21. Juni, gab es mit knapp 400 Gigabyte pro Stunde bei O2 eine hohe Datennutzung im Düsseldorfer Stadion.

Die höhere Datennutzung liegt aber nicht nur in der größeren Aktivität der Fußballfans begründet. Denn zwischen Handball-EM und Fußball-EM haben die Mobilfunkanbieter die Netzkapazitäten im Düsseldorfer Stadion erweitert. So bieten sie zum Beispiel jetzt mehr 5G-Kapazitäten an als noch um Januar. So können Daten schneller versendet und das Netz besser genutzt werden.

(rent)