1000 Meilen für mentale Gesundheit Zur EM zu Fuß von Schottland nach München

Düsseldorf · „I would walk fivehundered miles“, dachte sich auch der Schotte Craig Ferguson, der am 5. Mai seinen Weg nach München antrat. Sogar 1000 Meilen will Ferguson bis zum Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Schottland zurücklegen - und zwar für den guten Zweck!

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Foto: dpa/Christian Charisius

Viele kennen wahrscheinlich den Song „I´m Gonna Be (500 Miles) des schottischen Duos „The Proclaimers“. Das ursprünglich 1988 veröffentlichte Lied ist Zeiten des Internets zu einem Meme geworden und hat für viele Menschen heutzutage Kultstatus. Den Refrain „But I would walk 500 miles, and I would walk 500 more“ nahm der Schotte Craig Ferguson wohl wörtlich, als er im Februar 2024 ankündigte, 1000 Meilen von Schottland bis nach München zu laufen - und das für den guten Zweck!

Manche werden bei dem Namen Craig Ferguson wohl an den schottischen Moderator und Komiker denken, doch dieser junge Mann war vor seiner Aktion gänzlich unbekannt. Der 20-Jährige aus Paisley kündigte seinen Job in einem Café, um dieses Abenteuer antreten zu können. Laut eigenen Angaben liebt Ferguson es, zu reisen und zeigte auf seinem Instagram-Account craigferguson_1 Einblicke in bereits von ihm bereiste Länder wie Jordanien oder Brasilien. Am zweiten Februar postete er dann ein Video, in dem er erstmals von seiner Aktion berichtete.

Fans können den Marsch des Schotten verfolgen

Der leidenschaftliche Schottland-Fan möchte 1000 Meilen, vom Heimstadion der Schotten in Hampden, Glasgow nach München reisen - und zwar zu Fuß. Denn dort wird am 14. Juni das Eröffnungsspiel der Europameisterschaft 2024 zwischen Deutschland und Schottland stattfinden. Bei der Aktion des 20-Jährigen handelt es sich um einen der weitesten Märsche für den guten Zweck der Geschichte. Auf seiner Tour will Ferguson die Menschen über die sozialen Medien mitnehmen. Er verspricht tägliche Updates zu seinem Abenteuer - bisher hat er nicht enttäuscht. Auf seinem Weg zum Eröffnungsspiel wird er fünf verschiedene Länder durchqueren, bevor er in Deutschland ankommt. Fans können dabei seinem täglichen Fortschritt über einen Online-GPS-Tracker folgen.

Während er zu Beginn seines Abenteuers ohne Ticket für das Eröffnungsspiel losmarschierte, hatte er an Tag 36 ein ganz besonderes Update für seine Fans. Der Automobilhersteller und Sponsor BYD wurde durch seine Aktion auf den Schotten aufmerksam und erfüllte ihm den ganz persönlichen Traum, beim Eröffnungsspiel live dabei zu sein.

Eine Mission hinter der Aktion

Die Aktion des Schotten entspringt jedoch nicht nur seiner Abenteuerlust, sondern soll die Aufmerksamkeit auf mentale Gesundheit und Suizidprävention für Männer legen. Unterstützt wird er dabei von der schottischen Organisation Brothers in Arms. Die Wohltätigkeitsorganisation setzt sich für die Selbstmordprävention bei Männern ein und hat eine Art Chatbot entwickelt, dem sich Personen in Not öffnen können, ohne dass ihre Daten gesichtet werden. Für sie sammelt Ferguson Spenden und hat mittlerweile eine Summe von über 37.000 Pfund angesammelt.

So weit ist Ferguson bisher gekommen

Aktuell befindet sich der Schotte in Günzburg, Bayern und hat bereits einen großen Teil der Strecke zurückgelegt. Er wird sein Ziel aller Voraussicht nach also innerhalb der nächsten drei Tage erreichen. Dabei hat Ferguson noch knapp 100 Kilometer vor sich. Das sollte für den 20-Jährigen kein Problem sein - wer so viele Meilen gehen kann, schafft schließlich auch noch ein paar mehr!

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