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EM 2021: TV-Sender freuen sich über „großartigen Zuspruch“

Am TV und im Livestream : EM-Sender freuen sich über „großartigen Zuspruch“

Trotz des frühen Ausscheidens der deutschen Nationalmannschaft war die Fußball-EM ein großes TV-Ereignis. Die übertragenden Sender sind hochzufrieden.

Das lineare Fernsehen hat lange nicht ausgedient, zugleich boomen Livestreams wie noch nie - die übertragenden TV-Sender der Fußball-Europameisterschaft haben vor dem Schlussakt am Sonntag ein durchweg positives Fazit gezogen. "Mit der Übertragung des zweiten EM-Halbfinals haben wir einen großartigen Zuschauerzuspruch erreicht - jetzt freuen wir uns im Finale auf den krönenden Abschluss dieser vier Wochen", sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann.

Tatsächlich verbuchte das Zweite beim Halbfinalduell England-Dänemark am Mittwoch mit einem Schnitt von 15,52 Millionen Zuschauern (Marktanteil 56,0 Prozent) die beste Quote eines Spiels ohne deutsche Beteiligung. Beim Endspiel zwischen den großen Fußballnationen England und Italien am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in London sollte noch eine Steigerung drin sein.

Großer Publikumsmagnet war natürlich wieder die deutsche Mannschaft, auch wenn die Herrlichkeit nur bis zum Achtelfinale andauerte. Mehr als 20 Millionen Zuschauer waren bei jeder der vier deutschen Partien im Öffentlich-Rechtlichen dabei, die Top-Quote erzielte der Achtelfinal-Klassiker gegen England (0:2) am 29. Juni in der ARD (27,36; MA: 76,5).

Nicht eingerechnet sind die Zuschauer der Livestreams, und diese werden offenkundig immer mehr. Beim EM-Aus der DFB-Elf gegen England verzeichnete die ARD 4,6 Millionen Abrufe im Livestream, das ZDF kam beim dritten Vorrundenspiel der Deutschen gegen Ungarn auf 4,06 Millionen Sichtungen im Netz.

"Der Zuschauerzuspruch zu unseren Live-Übertragungen war stark, hinzu kommt die Streaming-Nutzung, die noch nie so hoch war wie bei dieser EM", resümierte Fuhrmann. Trotz aller coronabedingten Schwierigkeiten habe sich zudem "erneut gezeigt, welche verbindende Kraft im Fußball steckt".

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky verzeichnete über "das gesamte Turnier sehr großes Zuschauerinteresse. Es gab sehr viel positive Resonanz, aber auch kritische Stimmen. Diese werden wir in unsere Nachbetrachtung mit einbeziehen."

Im Schnitt verfolgten 9,59 Millionen Menschen die Spiele der EM in der ARD. Mit ihren Livestreams erzielte die Sendeanstalt mehr als 23,17 Millionen Abrufe. Das ZDF verzeichnete vor dem Finale einen Schnitt von 10,04 Millionen Zuschauern allein im linearen Fernsehen.

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Die ARD bleibt im Hörfunk auch im Finale am Ball, das Endspiel ist unter anderem bei WDR-Event und sportschau.de als Vollreportage zu hören. Julia Metzner wird kommentieren, sie ist die erste Frau, die das Endspiel einer Fußball-EM oder -WM in den Öffentlich-Rechtlichen reportiert.

Die Telekom-Tochter MagentaTV, einziger Sender mit Live-Rechten an allen 51 Spielen, zeigte sich ebenfalls hochzufrieden. "Das MagentaTV EURO-Team hat ein fundiertes und vielschichtiges Gesamtbild abgegeben - wir haben unser Versprechen 'Mehr EM geht nicht' eingehalten", sagte Michael Schuld, Leiter Business Unit TV & Entertainment. Zudem sei ein klarer Trend zu verzeichnen, dass immer mehr Menschen Content wie die EURO 2020 über unterschiedliche Plattformen zu Hause und unterwegs nutzen.

An Spieltagen der deutschen Mannschaft verzeichnete die Telekom Rekorde beim Datenvolumen in ihrem Mobilfunknetz. Auch das mit jedem beliebigen Internetanschluss buchbare TV-Angebot der Telekom mit dem MagentaTV-Stick und der MagentaTV-App hatte noch nie mehr Zugänge und Nutzer als in den Wochen der EM.

(sid/old)