Interview mit Toni Kroos: "Löw will keine Ja-Sager"

Interview mit Toni Kroos : "Löw will keine Ja-Sager"

Bayern Münchens Mittelfeldspieler Toni Kroos spricht im Interview mit unserer Redaktion über seine Rolle als Reservist in der Nationalmannschaft und die Reaktion auf seine Kritik an Joachim Löw.

Es gab jetzt ein wenig Unruhe um einige Äußerungen von Ihnen. Sie würden gern mehr spielen, haben Sie gesagt. Das ist hier und da als Kritik am Bundestrainer aufgefasst worden.

Kroos: "Ich denke, dass es eher für die Öffentlichkeit ein Aufreger war und nicht intern. Ich denke, es war nicht schlimm, was ich gesagt habe."

Trotzdem überrascht von der Wirkung?

Kroos: "Ja, man muss schon aufpassen, was man sagt. Aber ich denke, es ist keine Kritik, wenn man sagt, dass es unbefriedigend ist, nicht zu spielen. Vor allem nach der Saison, die ich hatte, und den Länderspielen zuvor ist es ganz normal, dass man so etwas sagt. Deswegen war es auch für den Bundestrainer okay. Ich glaube nicht, dass er Spieler haben will, die draußen sitzen und sagen, sie sind zufrieden, alles ist gut."

Deutschland hat alle Spiele gewonnen und immer geführt. Macht es das noch schwieriger für Sie, ins Team zu kommen?

Kroos: "Der Bundestrainer kann mich in jeder Situation bringen. Wenn wir führen, habe ich die Sicherheit in meinem Spiel, um die Zeit runterspielen zu können. Und wenn wir zurückliegen, dann kann er mich auch bringen, um aus dem Mittelfeld mehr Druck zu entwickeln.

Welchen Eindruck haben Sie insgesamt von dieser EM?

Kroos: "Es ist nicht das Spektakel, bei dem nicht so viele Tore fallen, wie es vielleicht bei der WM noch war. Die Mannschaften sind alle einen Tick defensiver aufgestellt."

Hier geht es zur Bilderstrecke: EM 2012: Das Vorrunden-Zeugnis der DFB-Spieler

(RP)
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