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EM 2021: Stuttgarts Borna Sosa eingebürgert - Alternative für Löw und die Nationalmannschaft

Alternative für Löw : Linksverteidiger kurz vor der EM eingebürgert

Kurz vor der Fußball-EM bekommt Bundestrainer Jogi Löw eine Alternative für die Position des Linksverteidigers: Der Kroate Borna Sosa vom VfB Stuttgart hat die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen. Was DFB-Direktor Oliver Bierhoff zu der Einbürgerung sagt.

Stuttgart (SID) - Bundestrainer Joachim Löw hat für die Fußball-Europameisterschaft einen Kandidaten mehr: Stuttgarts Linksverteidiger Borna Sosa hat das Einbürgerungsverfahren durchlaufen und ist ab sofort für die deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt. "Wir können bestätigen, dass Borna Sosa die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat", teilte der VfB dem SID auf Anfrage mit. Sky und die Bild-Zeitung hatten zunächst darüber berichtet.

Der 23 Jahre alte Kroate hat bisher nur in den Nachwuchsmannschaften seines Geburtslandes gespielt, unter anderem 19 Mal für die U21. Deshalb kann Sosa künftig für das DFB-Team auflaufen.

Sosa hatte sich in dieser Saison beim Aufsteiger in den Vordergrund gespielt. In 23 Bundesligapartien bereitete der offensivstarke Profi immerhin zehn Tore des VfB vor. Sosa, dessen Vertrag in Stuttgart noch bis 2025 läuft, hat mit seinen Leistungen auch das Interesse größerer Klubs in Europa geweckt. 2018 war er von Dinamo Zagreb zu den Schwaben gewechselt.

Löw hatte zuletzt auf der linken Abwehrseite immer wieder experimentiert. Als Kandidaten auf dieser Position gelten Robin Gosens aus Bergamo oder Marcel Halstenberg von RB Leipzig. In zwei der drei vergangenen WM-Qualispielen verteidigte gar der Dortmunder Emre Can, der normalerweise zentral agiert, auf links.

Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff (53) bestätigte gegenüber der „Bild“-Zeitung das große Interesse des DFB: „Wir kennen den Jungen und beobachten ihn. Wir glauben, dass Borna Sosa das Potenzial zum deutschen Nationalspieler hat. Wir schauen bei unserer Beurteilung natürlich auch über die EM hinaus.“

Die Einbürgerung Sosas wurde nach Sky-Informationen nur möglich, da dessen Mutter in Berlin geboren wurde und dort aufwuchs. Sosas Opa lebte zudem lange in der Hauptstadt und betrieb dort ein Bauunternehmen.

(kron/SID)