Löw, Hummels und Co. So geht es beim DFB-Team nach dem EM-Aus weiter

London · Die Europameisterschaft ist für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beendet und damit auch die Tätigkeit von Joachim Löw als Bundestrainer. Der Nachfolger steht schon in den Startlöchern. Wie geht es aber nun weiter beim DFB?

 Frustriert: Thomas Müller.

Frustriert: Thomas Müller.

Foto: AP/Justin Tallis

Das Aus im Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft bedeutet auch eine Zäsur bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Die 0:2-Niederlage gegen England war auch das letzte Spiel von Joachim Löw als Bundestrainer. Doch auch hinter der Zukunft von Mats Hummels im DFB-Team steht ein Fragezeichen. Und wie geht es nun weiter bei der deutschen Nationalmannschaft. Ein Überblick.

Joachim Löw

Kostenpflichtiger Inhalt Er wird nach dem Ende seiner 15-jährigen Ära als Bundestrainer die angekündigte Auszeit nehmen – von einem Karriereende will der 61-Jährige nichts wissen. „Nach 15 Jahren an der Spitze wird es mir guttun, mich von der Verantwortung zu lösen. Eine emotionale Pause ist wichtig für mich, ich war so lange beim DFB, da sieht man sich nicht sofort um nach etwas Neuem“, sagte Löw nach dem 0:2 (0:0) im EM-Achtelfinale von London gegen England.

„Ich muss die Enttäuschung und die Leere, die kommt, auch zulassen. So ein Turnier schüttelt man nicht in den ersten Tagen ab, da wird man Zeit benötigen“, ergänzte Löw. Dann aber „wird wieder neue Energie kommen“, betonte er, „vom Ruhestand habe ich nie gesprochen. Es gibt mit Sicherheit neue Aufgaben, die für mich interessant sind.“ Einen konkreten Plan habe er aber noch nicht, meinte Löw.

Joachim Löw bei der EM 2021 – Freiburger, DFB-Pokalsieger, Weltmeister
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Mats Hummels

Der Abwehr-Routinier hat sich nach dem EM-Aus nicht klar zu seiner DFB-Zukunft geäußert. „Das werde ich irgendwann in ein paar Wochen mal machen“, sagte der 31 Jahre alte Profi von Borussia Dortmund am Dienstagabend in London nach dem 0:2 gegen England. Er will seine Gedanken erstmal ordnen, nachdem er sich mit dem Thema während der EM nicht befasst habe. „Das Turnier muss ich jetzt alles in allem leider als Enttäuschung abhaken“, sagte Rückkehrer Hummels enttäuscht.

Der Innenverteidiger war von Bundestrainer Joachim Löw ebenso wie Angreifer Thomas Müller (31) vom FC Bayern München für die EM in das Nationalteam zuückgeholt worden. Löw hatte die beiden Weltmeister von 2014 vor zwei Jahren zunächst gemeinsam mit Jérôme Boateng aus der DFB-Auswahl aussortiert.

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Foto: dpa/Christian Charisius

Auch die Zukunft von Müller und Toni Kroos bleibt offen. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid hatte vor der EM angekündigt, nach dem Turnier über seine Zukunft entscheiden zu wollen.

Rückkehr in die „Home Base“

Nach dem Aus bei der EM ist der deutsche Kader noch einmal gemeinsam ins Teamquartier nach Herzogenaurach zurückkehren. „Wir gehen gemeinsam ins Camp und verabschieden uns dort“, sagte der 61 Jahre alte Löw am Dienstagabend in London nach dem 0:2 im Achtelfinale gegen England. Es war für ihn sein letztes Spiel als Bundestrainer. Gegen 1 Uhr nachts landete die Maschine mit den Spielern wieder in Nürnberg. Am Mittwoch wird Löw noch einmal eine Pressekonferenz zu seinem Abschied geben.

Das bringt die Zukunft

Löw glaubt, dass seine Mannschaft, die er an seinen ehemaligen Assistenten Hansi Flick (56) übergibt, eine gute Perspektive habe, gerade mit Blickrichtung Heim-EM 2024.

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Flick hatte am 25. Mai seinen Vertrag als Bundestrainer unterschrieben. Seinen ersten offiziellen Tag wird er am 1. August haben.Kostenpflichtiger Inhalt Er muss nun endgültig den Umbruch der Mannschaft durchziehen, der schon nach der WM 2018 in Russland nötig gewesen wäre. „Meine Vorfreude ist riesig, denn ich sehe die Klasse der Spieler, gerade auch der jungen Spieler in Deutschland. So haben wir allen Grund, die kommenden Turniere, zum Beispiel die Heim-EM 2024, mit Optimismus anzugehen“, sagte Flick nach seiner Unterschrift vor einigen Wochen.

Die ersten drei Pflichtspiele wird Flick dann im September verantworten. Am 2. September trifft Deutschland in der WM-Qualifikation auf Liechtenstein, bevor es drei Tage später gegen Armenien geht. Den Abschluss des Dreierpacks bildet die Partie gegen Island am 8. September.

(dör/SID/dpa)
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