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EM 2021: Gewinner und Velierer des DFB-Teams - Nach Frankreich-Niederlage

Nach der Frankreich-Niederlage : Gewinner und Verlierer im DFB-Team

Ein überzeugender Neuling, ein enttäuschender Champions-League-Sieger und ein Mann auf einer für ihn nicht optimalen Position: Bei der deutschen Mannschaft gibt es nach der Niederlage gegen Frankreich einige Gewinner und Verlierer. Ein Überblick.

Bei der Niederlage gegen Frankreich spielten sich einige Spieler der DFB-Elf in den Vordergrund. Andere hingegen blieben weit hinter den Erwartungen zurück.

GEWINNER

Matthias Ginter: Der Gladbacher bestritt trotz bisher zweimaliger Zugehörigkeit zu einem WM-Kader sein erstes Turnierspiel für die DFB-Elf (Confederations Cup 2017 nicht mitgezählt). Ginter war in der Dreierkette der zuverlässigste Verteidiger und rettete ein ums andere Mal in gefährlichen Situationen. Auch wenn er an der Entstehung des Gegentreffers durch unglückliches Stellungsspiel mitbeteiligt war – der 27-Jährige bewies, dass er höchstem internationalen Niveau gewachsen ist.

Robin Gosens: „Wir haben die Dinger nicht gemacht und stehen mit leeren Händen da, und das kotzt mich an“, sagte der Mann von Atalanta Bergamo nach der Niederlage. Genauso schnörkellos hatte der Turnier-Debütant auch in den mehr als 90 Minuten zuvor agiert. Auf seiner linken Seite ließ er defensiv wenig zu und schaltete sich häufiger als sein rechtes Pendant Joshua Kimmich ins Offensivspiel ein. Das Problem: Seine Flanken fanden ohne einen echten Stoßstürmer keinen Abnehmer. Wie Kollege Ginter bewies Gosens aber, dass er die Qualität für die Herausforderungen und Gegner bei einer EM hat.

Toni Kroos: Der Weltmeister von 2014 war zumindest ein halber Gewinner. Die nicht selten geäußerten Bedenken an seiner Zweikampfhärte beantwortete Kroos mit einigen wichtigen gewonnenen Duellen – unter anderem gegen den starken Paul Pogba. In der Offensive konnte der Madrilene aber auch nicht zu mehr Durchschlagskraft beitragen.

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VERLIERER

Kai Havertz: Mit der Empfehlung als Matchwinner im Champions-League-Finale war der Edeltechniker vom FC Chelsea zur Nationalmannschaft gestoßen. Die damit zwangsläufig gestiegenen Erwartungen konnte der ehemalige Leverkusener gegen die Franzosen nicht erfüllen. Er leistete sich einige Ballverluste, war sowohl über die Außen als auch in der Mitte oft auf verlorenem Posten. Weil es der DFB-Elf kaum einmal gelang, das Spiel gegen den defensiv disziplinierten Weltmeister schnell zu machen, konnte Havertz seine Stärken aber auch kaum ausspielen. Trotzdem: Der 22-Jährige bewarb sich mit seiner Leistung für die Partie gegen Portugal mehr für einen Platz auf der Bank als erneut in der Startelf.

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Joshua Kimmich: Über seine Versetzung auf die rechte Außenbahn ist viel diskutiert worden. Nach dem EM-Auftakt lässt sich festhalten: Im zentralen Mittelfeld ist der Münchner besser aufgehoben. Die frühe (und überzogene Gelbe Karte) schränkte ihn früh ein, Kimmich musste sich in den Zweikämpfen zurückhalten. Beim Gegentor ließ er seinem Vereinskollegen Lucas Hernandez zu viel Platz, was der zur gefährlichen und entscheidenden Hereingabe in den deutschen Strafraum nutzte. Im Laufe der Partie nahmen Kimmichs Offensivläufe immer mehr ab, was die Bemühungen des deutschen Teams, noch den Ausgleich zu erzielen, erschwerte.

Ilkay Gündogan: Seine 13 Ligatore für Manchester City in dieser Saison sprechen für sich, und so interpretierte er seine Rolle auch etwas offensiver als Nebenmann Kroos – zumindest in der ersten Halbzeit. Mit fortschreitender Spieldauer war von Gündogan nämlich immer weniger zu sehen. Seine Pässe auf das Angriffs-Trio kamen zu selten an. Letztlich ein engagierter, aber glückloser Auftritt des 30-Jährigen.