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Personal-Luxus für spanischen Trainer: Luis und die Fantastischen Vier

Personal-Luxus für spanischen Trainer : Luis und die Fantastischen Vier

Wien (RPO). Spaniens Nationaltrainer Aragonés hat im Mittelfeld gleich ein Quartett an Topkräften zur Verfügung. Andrés Iniesta, Xavi Hernández, David Silva und Cesc Fabregas sind die Strippenzieher der iberischen Offensivabteilung. Abgesichert werden sie von Vorarbeiter Marcos Senna.

Es passiert nicht oft im Fußball, dass eine Mannschaft stärker wird, wenn sie ihren besten Torschützen verliert. 33 Minuten waren im zweiten EM-Halbfinale gespielt, als David Villa sich eine Zerrung zuzog - mit vier Treffern der Führende der EM-Torjägerliste. Bis dahin war Spanien schon gut, doch nach der Hereinnahme von Cesc Fabregas für Villa wurde es noch besser.

"Als die Spanier vorn noch mit Fernando Torres und Villa spielten, haben wir sie ganz gut kontrollieren können", erklärt Guus Hiddink, der Trainer der am Ende mit 0:3 unterlegenen Russen. "Mit Fabregas und dann vier offensiven Mittelfeldspielern wurden sie noch beweglicher. Sie wechselten dauernd ihre Positionen, mit unglaublichem Tempo."

Aragonés hatte aber erkannt, dass gegen diese Russen die 4-1-4-1-Variante, die Wiedervereinigung der "Fantastischen Vier" Andrés Iniesta, Xavi Hernández, David Silva und Fabregas, der Schlüssel zum Erfolg war.

Iniesta, der zu Recht als "Spieler des Tages" ausgezeichnet wurde, ist sich dessen vollauf bewusst. "Es ist nicht nur ein Mann, der solche Spiele entscheidet", betont der 24-Jährige vom FC Barcelona. "Es ist die Arbeit unserer gesamten Mannschaft."

Luis Aragonés, der sich sonst gern bärbeißig und unnahbar gibt, taut regelrecht auf, wenn er über seine Jungs spricht. "Güiza, Silva, Torres, das sind alles Leute, die sich einer Bewachung entziehen können", sagt der 69-Jährige. "Sie haben ein beeindruckendes Match gezeigt.

Großes Selbstbewusstsein ist aus den Worten des Trainers herauszuhören, jedoch keine Arroganz. "Unsere Mannschaft hat es verdient, ins Finale gekommen zu sein", formuliert er wohl überlegt. "Mal sehen, ob sie es auch verdient, das Finale zu gewinnen."

Für einen Moment gestattet sich der alte Haudegen sogar ein wenig Rührung. "Ich fühle mich sehr glücklich", sagt Aragonés, "für mich, unsere Fans, meine Spieler, meine Familie. Ich bin nicht so extrovertiert, zeige meine Gefühle nicht so. Aber als ich sah, dass mein Enkel heute auch hier war, da habe ich vor Freude geweint."

Hier geht es zur Infostrecke: Endspiel-Gegner Spanien von A bis Z