EM-Qualifikation kompakt Kuntz startet mit Zittersieg - Steffen mit 29-Minuten-Hattrick

Update | Düsseldorf · Stefan Kuntz ist mit der Türkei siegreich in die Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland 2024 gestartet. Dasselbe gilt für die Schweiz, die mit 5:0 gegen Belarus gewinnt.

Der türkische Cheftrainer Stefan Kuntz, (l) spricht mit seinen Spielers während des EM-Qualifikationsspiels gegen Armenien.

Der türkische Cheftrainer Stefan Kuntz, (l) spricht mit seinen Spielers während des EM-Qualifikationsspiels gegen Armenien.

Foto: dpa/Hakob Berberyan

Für Trainer Stefan Kuntz und die türkische Fußball-Nationalmannnschaft hat die Qualifikation zur EM-Endrunde 2024 in Deutschland mit einem Arbeitssieg begonnen. In Jerewan setzten sich die Türken nach einem Eigentor des Hoffenheimers Ozan Kabak (10.) noch mit 2:1 (1:1) durch. Einen perfekten Start erwischte die Schweiz durch das 5:0 (3:0) über Belarus, dessen nachträglicher Ausschluss im Raum steht.

Orkun Kökcü (35.) und der gemeinsam mit dem Dortmunder Salih Özcan eingewechselte Kerem Aktürkoglu (64.) drehten die Partie in Armeniens Hauptstadt. Die Türkei, die das Ticket für die WM 2022 in Katar verpasst hatte, trifft in der Qualifikationsgruppe D auch auf den WM-Dritten Kroatien sowie Lettland und Wales.

Unterdessen hat der ehemalige Bundesliga-Profi Renato Steffen die Schweiz mit einem Hattrick in der ersten halben Stunde zum Auftaktsieg in der EM-Qualifikation geführt. Der 31-Jährige, der im vergangenen Sommer vom VfL Wolfsburg zum FC Lugano gewechselt war, traf am Samstag beim 5:0 (3:0) der Schweizer über Belarus in weniger als 30 Minuten gleich dreimal.

Nach seinem Auftakttreffer nach nur vier Minuten legte Steffen in der 17. und 29. Minute für die Schweizer nach. Laut dem Datenanbieter Opta war es der schnellste Hattrick für einen Spieler in der Geschichte der Schweizer Nationalmannschaft. Für die Eidgenossen, bei denen Bayern-Profi Yann Sommer im Tor stand, trafen außerdem der frühere Gladbacher Granit Xhaka (62.) und Zeki Amdouni (65.).

Die Partie fand vor leeren Rängen im Stadion Karadjordje im serbischen Novi Sad statt. Belarus darf an Wettbewerben der Europäischen Fußball-Union Uefa teilnehmen, muss die Heimspiele im Zuge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine aber außerhalb des Landes und ohne Zuschauer ausrichten.

Vor dem Sieg der Schweizer hatte Kosovo in der Gruppe I 1:0 in Isreal gewonnen. Am Abend stand noch die Partie zwischen Andorra und Rumänien aus.

Auch Spanien hat zum Auftakt der EM-Qualifikation einen Sieg gefeiert. Unter dem neuen Nationaltrainer Luis de la Fuente gewann der dreimalige Fußball-Europameister am Samstagabend in Málaga gegen Norwegen mit 3:0 (1:0). Die Norweger waren ohne ihren verletzten Starstürmer Erling Haaland angetreten.

Dani Olmo von RB Leipzig brachte die Gastgeber in der 13. Minute in Führung. Er überwand dabei seinen Clubkollegen Örjan Nyland im Kasten der Norweger, bei denen Haaland von Manchester City wegen Leistenbeschwerden vorzeitig aus dem Mannschaftsquartier abgereist war.

Erst in der Schlussphase der Partie machten die auch unter Druck geratenen Spanier den Sieg perfekt. Der drei Minuten zuvor eingewechselte Joselu traf in der 84. und 85. Minute gleich doppelt - und das bei seinem Debüt.

Die Spanier waren bei der WM Ende vergangenen Jahres bereits im Achtelfinale durch eine Niederlage gegen Marokko ausgeschieden. Luis Enrique verabschiedete sich danach als Auswahl-Trainer, der 61 Jahre alte de la Fuente übernahm und feierte mit dem Sieg in der Gruppe A gegen Norwegen auch einen erfolgreichen Einstand.

(lonn/SID/dpa)
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