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EM 2021: Überraschendes Aus für die Niederlande – Tschechien steht im Viertelfinale

Oh weh, Oranje! : EM-Aus für die Niederlande – Tschechien steht im Viertelfinale

Oranje-Frust in Budapest: Der Sturmlauf der Niederländer bei der Fußball-EM ist bereits im Achtelfinale überraschend gestoppt worden. Nach einer enttäuschenden Vorstellung verlor die Elftal mit 0:2 (0:0) gegen den tapfer kämpfenden Außenseiter Tschechien.

Untröstlich verharrte Georginio Wijnaldum im Mittelkreis der prall gefüllten Puskas-Arena, nachdem der Sturmlauf der Niederländer völlig überraschend vom tapferen Außenseiter Tschechien gestoppt worden war. Mit gesenktem Kopf ließ der Kapitän der Elftal dann auch noch die Pfiffe Tausender Oranje-Fans gegen das eigene Team über sich ergehen. Das unerwartete 0:2 (0:0) nach einer enttäuschenden Vorstellung im EM-Achtelfinale versetzte der holländischen Euphorie einen herben Dämpfer.

Als die Mannschaft von Bondscoach Frank de Boer durch den Platzverweis gegen Matthijs de Ligt (52.) wegen Handspiels in Unterzahl spielte, sorgten Tomas Holes (68.) und der Leverkusener Patrik Schick mit seinem vierten Turniertor (80.) für Katerstimmung. Schick und Co. hüpften nach dem Überraschungscoup vor der eigenen Fankurve und genossen den Erfolg in vollen Zügen. Am Samstag geht es im Viertelfinale in Baku gegen Dänemark.

"Mir geht alles durch den Kopf. Wir haben zu wenig geleistet. Ich weiß, dass die Liebe des Landes zu uns im Laufe des Turniers gewachsen ist. Es ist sehr schmerzlich, sehr schwierig", sagte Wijnaldum beim TV-Sender NOS: "Von der Roten Karte konnten wir uns nicht erholen."

Die beste Offensive der Gruppenphase blieb völlig harmlos in dieser Partie und konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen. In den Niederlanden dürften Erinnerungen an die EM 2008 wach werden, als Oranje ebenfalls nach einer perfekten Vorrunde gleich im ersten K.o.-Spiel an einem Außenseiter scheiterte.

"Wir wollen nicht nur das Finale erreichen, sondern es auch gewinnen", hatte de Boer noch selbstbewusst angekündigt und damit eigentlich die Marschroute für die kommenden Tage vorgegeben. Nach dem lockeren Spaziergang durch die Vorrunde vertraute der Bondscoach erneut auf das in den Niederlanden weiter umstrittene 5-3-2 - ohne den Wolfsburger Wout Weghorst.

Mit dem Schwung aus der Gruppenphase suchten die Niederländer gleich den Weg in die Offensive. Immer wieder im Blickpunkt: die pfeilschnellen Memphis Depay und Donyell Malen. Vor allem nach Hereingaben von den Außenbahnen sorgte die Elftal in der Anfangsphase für einige brenzlige Situationen im tschechischen Strafraum. Doch nur Denzel Dumfries (13.) kam zu einer zwingenden Chance.

  • Insgesamt 24 Teams werden bei der
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  • Georginio Wijnaldum.
    EM-Achtelfinale in Budapest : Oranje-Kapitän Wijnaldum spielt mit spezieller Kapitänsbinde

Die Tschechen, mit den Bundesliga-Stars Schick und Pavel Kaderabek in der Startelf, stemmten sich ohne ihren Taktgeber und Kapitän Vladimir Darida gegen die dominanten Niederländer. Doch die Mannschaft von Trainer Jaroslav Silhavy nahm Oranje geschickt den Anfangsschwung und sorgte durch Tomas Soucek (22.) sowie Antonin Barak (38.) selbst für Gefahr.

Der Elftal fehlten dagegen im Offensivspiel die Impulse vom bislang so überragenden Wijnaldum, der mit einer "OneLove"-Kapitänsbinde ein Zeichen gegen Diskriminierung aller Art setzte. Bis auf wenige Momente enttäuschten die Niederländer im ersten Durchgang, nur selten blitzte der Spielwitz der Offensivstars auf.

So etwa auch nach der Pause, als Depay Malen mit einem genialen Hackenzuspiel in Szene setzte, der aber frei vor Keeper Tomas Vaclik die beste Möglichkeit fahrlässig ausließ (52.). Auf der Gegenseite klärte de Ligt den Ball mit der Hand vor Schick, verhinderte damit eine klare Torchance und flog nach Videobeweis vom Platz.

Die beiden Szenen versetzen den Niederländern einen Schock, den die Tschechen umgehend zu nutzen versuchten. Gleich im Anschluss blockte Dumfries noch gerade so den Abschluss von Kaderabek (64.), beim Führungstreffer köpfte Holes allerdings frei aus kurzer Distanz ein - und belohnte sein Team damit für die Drangphase. Schick machte alles klar.

(kron/dpa/SID)