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Christian Eriksen besucht sechs Tage nach Kollaps seine Teamkollegen

Emotionales Wiedersehen mit Eriksen : „Hatte das Bedürfnis, ihn zu berühren“

Sechs Tage nach seinem Kollaps beim Spiel Dänemark gegen Finnland konnte Christian Eriksen das Krankenhaus verlassen. In Begleitung seiner Familie stattete er seinen Teamkollegen einen Besuch ab. Ein emotionaler Moment für alle Beteiligten.

Dänemarks Fußball-Nationalspieler haben am Samstag in emotionalen Worten das Wiedersehen mit ihrem Teamkollegen Christian Eriksen beschrieben. „Es war fantastisch, ihn zu sehen. Und das mit unseren eigenen Augen - nicht bloß über einen Bildschirm“, sagte der Mittelfeldspieler Andreas Skov Olsen vom FC Bologna bei einer Medienrunde im dänischen EM-Quartier in Helsingör. „Es war toll, mit ihm zu reden und ihn zu umarmen. Und zu sehen, dass es ihm und seiner Familie soweit gut geht.“ Auch für  Linksverteidiger Joakim Maehle war es ein emotionales Wiedersehen. „Ich persönlich hatte das Bedürfnis, ihn zu berühren und zu sehen, nach den Erfahrungen, die wir gemacht haben."

Sechs Tage nach seinem Zusammenbruch während des ersten EM-Spiels gegen Finnland (0:1) war der 29 Jahre alte Eriksen am Freitag aus dem Krankenhaus in Kopenhagen entlassen worden. Noch bevor er mit seiner Familie in sein Haus in Odense gefahren wurde, besuchte er seine Mitspieler in Helsingör. Die meisten Teamkollegen wussten nach eigenen Angaben vorher nichts von diesem Besuch am Freitagnachmittag. „Wir haben extra das Training unterbrochen“, sagte der Mittelfeldspieler Christian Nörgaard, der 2012 und 2013 für den Hamburger SV spielte.

Eriksen traf die Mitspieler in Begleitung seiner zwei Söhne, seiner Lebensgefährtin und deren Mutter. „Es war genau das, was wir alle gebraucht haben. Das war ein Gefühl von Liebe und Freude. Ihn dort mit seiner Familie zu sehen, war toll“, sagte Nörgaard. „Das gibt uns noch einen großen Schub vor dem Russland-Spiel“. Die Dänen treffen am Montagabend (21.00 Uhr/ARD und Magenta TV) in ihrem letzten Vorrunden-Spiel in Kopenhagen auf die Russen. Sollten sie dieses Spiel mit zwei Toren gewinnen und Finnland gleichzeitig gegen Belgien verlieren, würde der Europameister von 1992 sicher als Gruppenzweiter ins Achtelfinale einziehen.

(dpa/old)