Eintracht Frankfurt: Rätsel um die Zukunft von Luka Jovic

Real-Wechsel auf der Kippe : Rätsel um die Zukunft von Eintracht-Stürmer Jovic

Also doch nicht Real? Der Wechsel von Eintracht Frankfurts Sturmjuwel Luka Jovic nach Madrid droht zu platzen. Die Fans der Hessen dürfen daher leise hoffen, dass der Serbe doch noch ein wenig bleibt.

Der Schnappschuss vor der Reise nach China machte den Fans Hoffnung. Ein lächelnder Luka Jovic war darauf gemeinsam mit den anderen "Balkan-Boys" von Eintracht Frankfurt zu sehen, das Sturmjuwel fühlte sich augenscheinlich pudelwohl. Als etwas später sogar noch die Botschaft vom angeblich geplatzten Wechsel zu Real Madrid die Bankenmetropole erreichte, konnte das doch eigentlich nur bedeuten: Jovic bleibt!

Ganz so rosarot dürfen die Anhänger des Fußball-Bundesligisten die Situation allerdings nicht sehen, das letzte Wort ist schließlich noch nicht gesprochen. Zumal der normalerweise gut informierte spanische TV-Sender La Sexta nach dem gescheiterten Transfer prompt den FC Barcelona als neuen Interessenten ins Spiel brachte. Ein wenig ist die Wahrscheinlichkeit aber dennoch gestiegen, dass der 21-Jährige nach der Rückkehr aus dem Reich der Mitte noch einmal das SGE-Trikot trägt.

Neben der tiefen Freundschaft von Jovic zu den Teamkollegen Filip Kostic, Mijat Gacinovic und Ante Rebic ist die Zeit der größte Trumpf der Hessen. Sogar Verhandlungen bis in den August schloss Sportvorstand Fredi Bobic nicht aus, "weil sich Dinge hinziehen", sagte er in der Sport Bild: "Es kann Zu- und Abgänge während der ersten Quali-Spiele geben."

Möglich ist daher auch das Szenario, dass Jovic die Eintracht erst in die Gruppenphase der Europa League schießt und dann wechseln darf. Weil die Frankfurter dank der Einnahmen so bei der Ablösesumme flexibler sind - von Forderungen in Höhe von 100 Millionen Euro berichtete La Sexta am Dienstag, Real ist demnach (bislang) nur bereit, die Hälfte zu zahlen.

Dass Jovic zumindest das wert ist, hat er in der zurückliegenden Saison bewiesen. 27 Tore inklusive eines historischen Fünferpacks erzielte der serbische Nationalspieler in 48 Pflichtspielen, zudem bereitete er sieben weitere Treffer vor. "Luka ist eine Tormaschine. Klar, dass Topklubs die Angel nach ihm ausgeworfen haben", hatte Trainer Adi Hütter zuletzt betont.

Ebenjene Vereine müssen deshalb tief in die Tasche greifen, wenn sie sich die Dienste des Serben sichern wollen. Vermutlich wird dabei auch der spanische Meister Barcelona auf Zeit spielen und eine Investition genau prüfen - der schon sichere Kauf des Niederländers Frenkie de Jong war, die anvisierten Transfers von Antoine Griezmann und Matthijs de Ligt wären ziemlich kostspielig. Ob da noch das nötige Kleingeld für Jovic vorhanden wäre?

"Wenn man Spieler so entwickelt, dass sie zu einem der größten Vereine der Welt wechseln", äußerte Hütter jedenfalls schon einmal, "dann kann das einen schon stolz machen. Dann haben die Beteiligten etwas richtig gemacht." Und irgendwann wird Jovic ja ganz bestimmt bei einem Großen landen. Der Zeitpunkt scheint aber wieder offener.

(ako/sid)
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