Eintracht Frankfurt: Ante Rebic nach Straßburg-Pleite in der Kritik von Trainer Hüttel

Ärger bei Eintracht Frankfurt : "Wenn Rebic bleiben will, muss er das zeigen"

Das hatte sich Eintracht Frankfurt ganz anders vorgestellt. Die Niederlage im Playoff-Hinspiel der Europa League in Straßburg lässt die Hessen um ihr großes Etappenziel zittern. Ein Spieler steht besonders in der Kritik.

"Wir werden uns zusammensetzen und mit ihm Klartext sprechen", sagte Trainer Adi Hütter nach dem 0:1 (0:1) im Hinspiel bei Racing Straßburg: "Das war keine Leistung, wie wir sie uns von ihm vorstellen."

Hütter stellte zwar klar, dass wir "nicht wegen eines einzelnen Spielers verloren haben. Aber wenn man für Eintracht Frankfurt spielt, will ich, dass man sich zerreißt", sagte der Österreicher und stellte unmissverständlich klar: "Wenn er hier bleiben möchte, will ich, dass er das auch zeigt. Wenn nicht, müssen wir eine Lösung suchen."

Rebic, der die Hessen vor zwei Jahren mit zwei Treffern im Finale gegen Bayern München zum DFB-Pokalsieg geschossen hatte, war zu keiner Zeit in das Spiel seiner Mannschaft eingebunden gewesen. Zudem trat er mit einer laschen Körperhaltung auf, lamentierte häufig. Dies missfiel auch seinen Teamkollegen.

"In der ersten Halbzeit haben nicht alle voll mitgearbeitet und wir wissen, dass wir dann keine Chance haben", kritisierte Torhüter Kevin Trapp, ohne den Namen des Kroaten zu nennen. Rebic wurde in der Pause ausgewechselt, "ich wollte ihn erlösen", sagte Hütter.

Zwei weitere Baustellen sorgen bei der Eintracht vor dem zweiten Bundesliga-Spieltag (am Sonntag geht es nach Leipzig) für Ärger.

  1. Ein Vollblutstürmer wie Bas Dost hätte der Eintracht in Straßburg besonders gutgetan. Denn derzeit ist niemand da, der auch nur annähernd die Abschlussstärke der abgewanderten Luka Jovic (Real Madrid) und Sébastien Haller (West Ham United) hat. Doch der Wechsel des Niederländers von Sporting Lissabon zu den Hessen verzögert sich weiter - auch im Rückspiel gegen Straßburg am kommenden Donnerstag kann Dost der Eintracht definitiv nicht helfen. „Das ist nervig“, räumte Sportvorstand Fredi Bobic ein.
  2. In der ersten Halbzeit verspielten die Frankfurter in Straßburg mit einem schwachen Auftritt eine gute Ausgangsposition. Der Gegentreffer von Lucien Zohi (33. Minute) schmerzte enorm. „Wir haben zu wenig Zugriff gehabt und die Möglichkeiten, die wir nach vorne gehabt hätten, stümperhaft liegengelassen“, kritisierte Hütter. Dennoch glauben die Frankfurter weiter an ein Happy End. „Wenn wir an die zweite Halbzeit anknüpfen, können wir es noch biegen“, sagte Bobic.
(SID/dpa/cbo)
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