Eintracht Frankfurt: Ante Rebic - Gerüchte um Abgang zu Inter Mailand

Ante Rebic ist umworben : Frankfurt droht Verlust des letzten „Büffels“

Ante Rebic ist das letzte verbliebene Mitglied von Eintracht Frankfurts furioser "Büffelherde". Doch auch der kroatische Vize-Weltmeister steht offenbar vor dem Abflug aus der Mainmetropole.

Bei der Auswärtsreise zum Heimspiel war Ante Rebic noch mit an Bord. Als sich die Mannschaft von Eintracht Frankfurt im Flugzeug auf den Weg vom eigens dafür unterbrochenen Trainingslager in Österreich zum Europa-League-Qualifikations-Spiel gegen Flora Tallinn in der Heimat machte, gehörte der kroatische Vize-Weltmeister zum Tross der Hessen. Trotz seiner anhaltenden Rückenprobleme, die ihn in den Tagen zuvor zum Pausieren gezwungen hatte - und trotz der anhaltenden Gerüchte über seinen bevorstehenden Abflug aus Frankfurt.

Denn Rebic steht seit Wochen im Zentrum etlicher Wechsel-Spekulationen. Erst galt Inter Mailand als interessiert, dann wurde über eine 40-Millionen-Offerte von Atletico Madrid spekuliert. Nun soll laut "Sky Italia" wieder Inter finanziell nachgelegt haben und dieselbe Summe bieten. Nach den Mega-Abgängen der Stürmerstars Luka Jovic (zu Real Madrid) und Sebastian Haller (zu West Ham United), die zusammen ein Volumen von rund 120 Millionen Euro umfasst haben, wäre es der nächste spektakuläre Verkaufserlös für die Eintracht.

Allerdings wäre bei einem Transfer von Rebic auch die in der Vorsaison viel gerühmte "Büffelherde" endgültig auseinander getrieben. Jovic, Rebic und Haller hatten zusammen 57 von 89 Frankfurter Pflichtspiel-Treffern erzielt und damit Begehrlichkeiten geweckt. "Aus Vernunftsgründen kann alles passieren. Natürlich kann es sein, dass wir alle drei verlieren", hatte Sportvorstand Fredi Bobic bereits zu Beginn der Transferperiode gesagt. Die Eintracht spürt wie so viele Klubs den Fluch der guten Tat.

Denn mit ihrer furiosen Europa-League-Reise, die im vergangenen Jahr erst im Halbfinale gegen den FC Chelsea endete, hat sie nicht nur die eigenen Fans verzückt, sondern auch die gesamte Fußball-Welt auf die eigenen Spieler aufmerksam gemacht. Zieht nun auch Rebic weiter, müsste die zuletzt so erfolgreiche Scouting-Abteilung der Hessen mit Bobic, Sportdirektor Bruno Hübner und Chefscout Ben Manga deshalb zwingend wieder ihr gutes Näschen beweisen. Mit Neuzugang Dejan Joveljic und Goncalo Paciencia stünden dann nämlich nur noch zwei echte Stürmer im Aufgebot.

Noch allerdings hoffen die Verantwortlichen, wenigstens Rebic am Main halten zu können. Der 25-Jährige hatte schließlich bereits im Vorjahr nach seinen starken Auftritten bei der WM in Russland den Lockrufen aus dem Ausland widerstanden. Außerdem hat der Angreifer bereits ein mäßig erfolgreiches Italien-Abenteuer hinter sich. Für den AC Florenz und Hellas Verona kam er zwischen 2013 und 2016 auf gerade einmal 18 Liga-Einsätze. Dann kam der Wechsel zur Eintracht und verlieh Rebics Karriere neuen Schwung.

(sef/sid)
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