Eintracht Frankfurt: Danny da Costa interviewt sich selbst

Witziger Auftritt: Eintracht-Profi da Costa interviewt sich selbst

Frankfurt ist wettbewerbsübergreifend seit acht Spielen ungeschlagen. Dementsprechend gut ist die Stimmung. Nach dem Sieg bei Apollon Limassol (3:2) interviewte sich Eintrachts Danny da Costa kurzerhand selbst.

Am Donnerstag erreichte Eintracht Frankfurt durch den 3:2-Auswärtssieg bei Apollon Limassol vorzeitig die nächste Runde der Europa League. Es war der vierte Sieg im vierten Spiel. Als erst drittes deutsches Team nach dem VfB Stuttgart (2010/11) und Schalke 04 (2016/17) hat Frankfurt die ersten vier Gruppenspiele in dem Wettbewerb gewonnen.

Dementsprechend gelöst ist die Stimmung beim Bundesligisten, der auch in der Liga mit 17 Punkten aus 10 Spielen voll im Soll ist. Ein Interview mit Frankfurts Danny da Costa, welches derzeit im Internet kursiert, steht sinnbildlich für die gute Laune bei der Eintracht.

„Ich kann die Fragen und Antworten auch selber geben“, sagte der 25-Jährige und richtete damit eine deutliche Ansage an die Journalisten, die der Verteidiger nur zum Halten von Kamera und Mikrofon benötigte.

„Bin ich froh, dass wir eine Runde weiter sind?“, fragte da Costa. Die kurze aber unmissverständliche Antwort des Frankfurters: „Ja.“ Auch die Unterstützung der Fans sei „cool“ gewesen.

Damit war das Europa-League-Spiel abgehakt und da Costa richtete seinen Fokus auf die kommende Aufgabe in der Bundesliga. Eintracht empfängt am Sonntag (18 Uhr) den FC Schalke 04. „Wir haben ein sehr schweres Spiel mit Schalke. Das ist eine super Mannschaft, die jetzt gerade wieder in Fahrt gekommen ist“, erklärte da Costa. „Deswegen dürfen wir da auch nicht weniger machen als in den letzten Spielen, auch wenn wir eine erfolgreiche Phase durchleben.“

Erst kurz vor dem Ende des einseitigen Interviews griff ein Journalist doch noch einmal ein. Als da Costa von acht gewonnenen Pflichtspielen in Serie berichtete, korrigierte ein Reporter: „Nee, nicht ganz. ‚Nur’ 22 von 24 Punkten geholt.“ Da Costa scherzte: „Das ist ausbaufähig. Daran müssen wir arbeiten.“ Erst durch den Einwand des Journalisten kamen die Erinnerungen an das Unentschieden gegen Nürnberg hoch. „Das war schwach“, ergänzte der Reporter. Doch auch diesen scherzhaften Einwand konterte der Frankfurter lässig: „Das ist echt schlecht von uns gewesen.“

Der Auftritt von da Costa erinnert an die legendäre Pressekonferenz von Klaus Augenthaler aus dem Jahr 2007. Exakt 42 Sekunden gab der damalige Wolfsburg-Trainer Auskunft zur sportlichen Situation des VfL. In dieser Zeit stellte er sich selbst vier Fragen, die er beantwortete. Anschließend verließ er das Podium.

(old)
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