Fußball: Fans schicken hunderte Cornflakes-Packungen an DFB-Zentrale

Nach Schiri-Schelte von Kaiserslautern-Profi : Fans schicken hunderte Cornflakes-Packungen an DFB-Zentrale

Nachdem ein Kaiserslautern-Profi Jan Löhmannsröben einen Schiedsrichter aufgefordert hat, „Cornflakes zu zählen“, wird gegen ihn ermittelt. Aus Protest schickten zahlreiche Fans aus ganz Deutschland Cornflakes-Packungen zur DFB-Zentrale nach Frankfurt.

Anhänger des 1. FC Kaiserslautern riefen die Protestaktion ins Leben, zahlreiche Fans anderer Klubs schlossen sich an. Fußball-Fans aus ganz Deutschland haben dem DFB massenhaft Cornflakes-Packungen geschickt - aus Protest. Mit der Aktion wollen die Anhänger ein ungewöhnliches Zeichen gegen eine mögliche Strafe des FCK-Profis Jan Löhmannsröben setzen. Der hatte nach dem 1:1 im Spiel beim FSV Zwickau im Interview der Telekom gewütet und unter anderem gesagt: „Wenn das ein Schiri ist, weiß ich nicht, Digga, dann soll der Cornflakes zählen gehen.“

Der DFB reagierte via Twitter mit Humor: „Wir sind dann mal #Cornflakeszaehlen. Die original verpackten Cornflakes wird der #DFB komplett an die #Tafel Deutschland spenden.“ Etwa 700 bis 1000 Packungen sollen so bis zum frühen Mittwochabend schon zusammengekommen sein. Auch am Donnerstag gingen weitere Pakete ein, da sich auch andere Vereine mit dem FCK solidarisiert haben.

Gegen Löhmannsröben ermittelt der Kontrollausschuss des Verbandes. Grund für seine harsche Kritik war ein Elfmeter für die Sachsen in der Nachspielzeit, vor dem Löhmannsröben den Ball zwar mit der Hand gespielt hatte, davor aber selbst mit dem Ellbogen getroffen wurde. „Ja, wenn das kein Foulspiel ist, ja leck mich am Arsch, Alter. Wie kann man das nicht sehen?“, sagte der Lautern-Profi über Schiedsrichter Markus Wollenweber noch. „Irgendwann platzt mir die Krawatte, ehrlich!“

Der 27-Jährige hatte sich nach seinem Gefühlsausbruch via Vereinsmitteilung entschuldigt und gesagt: „Vielleicht war meine Wortwahl nicht optimal, aber ich wollte zu keinem Zeitpunkt irgendjemanden beleidigen oder persönlich angreifen.“

(old/dpa)