Dritte Liga: Kaiserslautern gibt Sieg aus der Hand

Dritte Liga : Wehen patzt - Kaiserslautern gibt Sieg aus der Hand

Der VfL Osnabrück ist beim Ziel Zweitliga-Aufstieg wieder in der Spur. Der Sieg im Topspiel gegen Halle war immens wichtig. Derweil punktet Braunschweig weiter für den Klassenverbleib.

Trainer Daniel Thioune gönnte seinen Kickern nach dem wichtigen Sieg im Spitzenspiel erst einmal zwei frei Tage. Mit dem 2:0 (2:0) gegen den Halleschen FC baute der VfL Osnabrück am Samstag seine Führung in der 3. Fußball-Liga wieder aus und darf immer mehr vom Aufstieg träumen. Die Sehnsucht ist jedenfalls riesengroß. „Das ist in Worte nicht zu fassen. Ich bin nicht mehr der Jüngste. Aber das ist etwas, was ich unbedingt noch erreichen will. So, wie ich unsere Jungs kenne, wollen sie mir das hoffentlich erfüllen“, sagte der 32-Jährige der ARD.

Heider (18.) und Etienne Amenyido (27.) sorgten nach zuvor zwei sieglosen Spielen für den Erfolg gegen den weiter schwächelnden HFC. Der Tabellenvierte blieb das vierte Spiel in Serie ohne Tor, schaffte erst einen Treffer im neuen Jahr und holte von zwölf möglichen Punkten lediglich drei. Halle ist nach Punkten allerdings gleichauf mit dem Tabellendritten SV Wehen Wiesbaden. Die Hessen kassierten am Sonntag ein 0:2 (0:1) zuhause gegen die Würzburger Kickers. Mit einem Sieg hätte der SVWW nach Zählern mit dem Tabellenzweiten Karlsruher SC gleich gezogen.

An der Spitze baute Osnabrück damit den Vorsprung auf den KSC auf sechs Zähler aus. Die Badener mussten sich bei den Sportfreunden Lotte mit einem 0:0 begnügen. Das Matchglück habe gefehlt, meinte Trainer Alois Schwartz. „Vorne müssen wir entschlossener sein. Da sind wir nicht gierig genug, das Tor zu machen“, sagte er. Der KSC ist seit vier Spielen sieglos, nächste Woche kommt es zum Gipfeltreffen mit Osnabrück. „Mit den Fans im Rücken hoffen wir, da drei Punkte einzufahren“, sagte Keeper Sven Müller.

Langsam aus der Abstiegszone arbeitet sich Eintracht Braunschweig raus. Durch das Premierentor von Marcel Bär holte der Zweitliga-Absteiger im Kampf um den Klassenverbleib mit dem 1:0 (1:0) gegen den Tabellensechsten SpVgg Unterhaching den nächsten wichtigen Sieg. 16 Punkte aus den vergangenen sieben Spielen sammelten die „Löwen“, auch weil Trainer André Schubert das komplette Team umkrempelte und Veränderungen vornahm. Der Erfolg spricht für ihn: Die Eintracht trennen nur noch zwei Punkte von einem Nichtabstiegsplatz. Aber Schubert warnte vor Euphorie: „Die Chancen auf den Klassenerhalt sind besser geworden, aber mehr auch noch nicht.“

Mitabsteiger 1. FC Kaiserslautern verpasste den Sprung ins obere Mittelfeld. In letzter Minute kassierten die Pfälzer am Sonntag das Gengentor zum 1:1 (1:0) auf dem Betzenberg gegen den abstiegsbedrohten FSV Zwickau. In der Tabelle rutschte Lautern (33) auf Rang zwölf ab.

In Abstiegsgefahr sind weiter der FC Carl Zeiss Jena und Energie Cottbus. Jena verlor zu Hause gegen Fortuna Köln mit 0:1 (0:1), Cottbus unterlag mit 1:2 (0:0) dem TSV 1860 München.

(pabie/sid)
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