DFB erteilt dem KFC Uerdingen die Lizenz für die 3. Liga

DFB gibt grünes Licht : Der KFC Uerdingen darf in die 3. Liga aufsteigen

Riesenerleichterung beim KFC Uerdingen: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Verein aus Krefeld für die Dritte Liga zugelassen.

Das gab Dr. Rainer Koch, Vorsitzender des Zulassungsbeschwerdeausschusses und 1. DFB-Vizepräsident Amateure, Recht und Satzungsfragen, am späten Montagnachmittag in der DFB-Zentrale in Frankfurt bekannt.

KFC Uerdingen erhält Drittliga-Lizenz: Fans lassen ihrer Freude freien Lauf

Zuvor hatte der Ausschuss darüber beraten, in welchem Maße er das Vergehen ahnden sollte, dass der KFC eine Frist zur Vorlage eines Liquiditätsnachweises nicht eingehalten hatte.

Der gesamte Vereinsvorstand mit dem Vorsitzenden Mikhail Ponomarev, Nikolas Weinhart (Zweiter Vorsitzender und Geschäftsführer) sowie Frank Strüver (Dritter Vorsitzender) nahm Stellung zu den Vorwürfen im Beisein ihrer Anwälte, den beiden Sportrechtlern Frank Behrens sowie Christoph Schickhardt. Letztgenannter gilt deutschlandweit als einer der führenden Anwälte in diesem Fachgebiet. Als Zeugen hat der KFC unter anderem jenen Mitarbeiter der Bank mitgebracht, der die erste, nicht erfolgte Überweisung getätigt hat.

Verspäteter Geldeingang ist nicht dem KFC anzulasten

Der Ausschuss kam schließlich zu dem Ergebnis, dass der verspätete Eingang der 1,2 Millionen Euro beim DFB sei nicht dem Verein anzulasten, erklärte Koch. "Es ist klar festgestellt worden, dass bei einem normalen Geldfluss der Betrag vor Ablauf der Frist valutiert worden wäre", sagte Koch, "deshalb muss dem Verein die Lizenz erteilt werden."

Die Frist für die Hinterlegung der Liquiditätsreserve war am 29. Mai um 15.30 Uhr abgelaufen. Das Geld sei, so Koch am Morgen um 7.50 Uhr bei der Bank eingegangen, aber erst am nächsten Tag auf dem DFB-Konto gutgeschrieben worden. Uerdingen hatte sogar noch einen zweiten Versuch unternommen und eine Schnellüberweisung vorgenommen, die allerdings erst um 15.50 Uhr, also 20 Minuten zu spät, einging.

Krefelds OB Meyer dankt dem Fußballgott

Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer reagierte in einer ersten Stellungnahme mit großer Erleichterung auf die Nachricht: "Es gibt noch einen Fußball-Gott. Ich freue mich riesig für den Verein, die Mannschaft, alle Fans und auch für Krefeld. Die letzten Tage waren für mich als Fan echt hart. Und eins möchte ich sagen: Der KFC hat den Aufstieg absolut verdient. Zwölf Endspiele hat die Mannschaft gehabt, die alle gewonnen werden mussten und gewonnen wurden. Dann zwei Siege in der Relegation mit Spielabbruch und Wertung des DFB-Sportgerichts. Und jetzt noch das Lizensierungsverfahren mit einer Entscheidung des DFB-Zulassungsausschusses. Was für eine Saison. Wahnsinn. Am liebsten würde ich nochmal eine Aufstiegsfeier veranstalten. Jetzt ist Sicherheit da und der KFC kann sich in Ruhe auf die Saison in der 3. Bundesliga vorbereiten."

Der DFB will aus dem Fall des KFC jetzt Lehren ziehen und seine Vereinbarungen mit seiner Hausbank, der Commerzbank, verändern. Künftig soll die Zahlungsfrist für die Vereine bis Mitternacht gelten. Dadurch sei dann die rechtzeitige Valutierung auf dem DFB-Konto gewährleistet.